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Aktuelle Premierenberichte

Polar
23.01.2023, Wien, Theater Drachengasse

Brigitte Bordeaux (Musical)
09.12.2022, Memmingen, Landestheater Schwaben

Einsame Menschen
07.12.2022, Berlin, Berliner Ensemble

Die kahle Sängerin
18.11.2022, Graz, Schauspielhaus Graz

Die kahle Sängerin
18.11.2022, Graz, Schauspielhaus Graz

Jugendliebe
15.10.2022, Chemnitz, Städtische Theater

Der Ring des Nibelungen
28.01.2022, Zürich, Schauspielhaus

Liberté oh no no no
14.01.2022, Frankfurt am Main, Städtische Bühnen

Anfang und Ende des Anthropozäns
19.11.2021, Nürnberg, Staatstheater

Hedwig and the Angry Inch
23.10.2021, Hannover, Niedersächsische Staatstheater


Bild von Martina ClavadetscherClavadetscher, Martina
Foto © Ingo Höhn 

Martina Clavadetscher, geboren 1979, studierte Germanistik, Linguistik und Philosophie. Seit 2009 arbeitet sie als Autorin, Dramatikerin und Radio-Kolumnistin und lebt in der Schweiz. Ihr Prosadebüt "Sammler" erschien 2014. In der Spielzeit 2013/2014 war sie Hausautorin am Luzerner Theater. Mit ihrem Stück Umständliche Rettung gewann sie 2016 den Essener Autorenpreis und war im selben Jahr für den Preis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. Ihr Roman Knochenlieder war für den Schweizer Buchpreis nominiert. 2018 war sie zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt eingeladen. Für ihren Roman Die Erfindung des Ungehorsams wurde sie mit dem Schweizer Buchpreis 2021 ausgezeichnet.

 

Bestien, wir Bestien

mind. 4 Darsteller:innen
UA: 10.12.2022, Stadttheater Bern
UA: 10.12.2022, Bühnen Bern

Die Zukunft wird gut! In einem feinvernetzten Kollektiv werden die Arbeiterinnen in völligem Einklang mit der Natur leben, arbeiten und Gaia huldigen. Abwegiges ist weit aus dem Zentrum der Kolonie an den Waldgürtel verdrängt, der aber auf die Arbeiterin Roma eine unwiderstehliche Anziehung ausübt – denn sie liebäugelt mit einem verbotenen Akt der Individualisierung: einer Schwangerschaft.

Die Zukunft wird schrecklich! Die Geburtenrate sinkt aus unerklärlichen Gründen, bis schließlich gar keine Kinder mehr geboren werden. Die Fruchtbarkeits-Forschung ist die letzte Hoffnung für eine aussterbende Menschheit, Massen-Suizide gehören zum Alltag. Vor diesem Hintergrund erscheint Kamas Schwangerschaft wie ein Wunder – das sie um jeden Preis geheim halten will, bevor es das allmächtige Kollektiv für seine Zwecke benutzt.

Wie zwei Spiegelbilder schiebt Martina Clavadetscher diese beiden Versionen und Visionen ineinander. Inspiriert von P. D. James' "The Children of Men" entfaltet der Text seine ganz eigene Dynamik. Mit dunklem Humor und Poesie untersucht Clavadetscher die erschreckend wiederkennbaren Mechanismen im Umgang mit einer zunehmend prekären Welt und dem weiblichen Körper.