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Neu: "Mary und Max" von Bobby Cronin und Crystal Skillman
Mary ist acht Jahre alt. Marys Mutter ist kleptomanische Alkoholikerin, der...

Nils Zapfe ist Oberspielleiter
Wir gratulieren unserem Regisseur Nils Zapfe, der ab sofort die Position des...

Berliner Theatertreffen 2021: "Einfach das Ende der Welt" von Jean-Luc Lagarce
Wir freuen uns über die Einladung von Einfach das Ende der Welt zum Berliner...

KinderStückePreis 2021: Nominierung für Esther Becker
Wir gratulieren: Esther Becker ist mit Das Leben ist ein Wunschkonzert für...

Golden-Globe-Nominierungen Florian Zellers THE FATHER
Der Film nach dem Theaterstück Vater von Florian Zeller wurde für insgesamt...

"Isola" von Philipp Löhle als Film
Isola wäre eigentlich im Dezember 2020 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt...

Kinderbuchklassiker von Werner Holzwarth
Wir heißen den Kinderbuchautor Werner Holzwarth bei uns im Verlag...

100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt
Am 5. Januar 1921 wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. "Faszinierend bleibt...

Jean-Pierre Bacri ist gestorben
Am 18. Januar starb der Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor...


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Öziri, Necati

Necati Öziri, geboren 1988, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere Deutsche Literatur in Bochum, Istanbul und Berlin. Er war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und arbeitete als Regisseur und Dramaturg zunächst am Ballhaus Naunynstraße und dann am Maxim Gorki Theater in Berlin, wo er von 2014 bis 2017 künstlerischer Leiter des Studio R war. Sein Stück "Get deutsch or die tryin'" wurde 2018 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Seit 2017 ist Necati Öziri Dramaturg bei den Berliner Festspielen und leitet dort das Internationale Forum des Theatertreffens.

 

Gott Vater Einzeltäter

5 Darsteller*innen

Vier Männer knien in Kutten bei Kerzenlicht im Kreis. Wenn sie nicht flüstern, schmettern sie Prince-Balladen. Ihr Zustand: zwischen Amok und Koma. Um sie herum: Äxte und Pistolen. Gustav, Anton, Achilles und Michael, vier echte Kleist-Kerle, am Endpunkt ihrer Biografien. Was ist nur mit diesen Helden passiert? Das fragt sich auch Juliane, ihre Mutter, und weil die Geschichten der Söhne sich nur um die eigenen, hilflosen Egos drehen, liegt es nun an ihr, die Männer aus ihrer Starre zu befreien. Doch dafür muss sie sich einer Vergangenheit stellen, in der auch sie selbst untrennbar mit der Schuld ihrer Kinder verstrickt ist. Was als Suche einer sorgenden Mutter beginnt, wird zum utopischen Weltentwurf jenseits überkommener Geschlechtergrenzen. Bildgewaltig widerspricht Necati Öziri Heinrich von Kleists Helden. Mit humorvoller Wucht schlägt er ins Herz aktueller Geschlechterdiskurse, untersucht die Allianz zwischen Männlichkeit und Gewalt und entwirft einen Ausweg aus dem Patriarchat.