Aktuelle Nachrichten

Neu: "Mary und Max" von Bobby Cronin und Crystal Skillman
Mary ist acht Jahre alt. Marys Mutter ist kleptomanische Alkoholikerin, der...

Nils Zapfe ist Oberspielleiter
Wir gratulieren unserem Regisseur Nils Zapfe, der ab sofort die Position des...

Berliner Theatertreffen 2021: "Einfach das Ende der Welt" von Jean-Luc Lagarce
Wir freuen uns über die Einladung von Einfach das Ende der Welt zum Berliner...

KinderStückePreis 2021: Nominierung für Esther Becker
Wir gratulieren: Esther Becker ist mit Das Leben ist ein Wunschkonzert für...

Golden-Globe-Nominierungen Florian Zellers THE FATHER
Der Film nach dem Theaterstück Vater von Florian Zeller wurde für insgesamt...

"Isola" von Philipp Löhle als Film
Isola wäre eigentlich im Dezember 2020 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt...

Kinderbuchklassiker von Werner Holzwarth
Wir heißen den Kinderbuchautor Werner Holzwarth bei uns im Verlag...

100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt
Am 5. Januar 1921 wurde Friedrich Dürrenmatt geboren. "Faszinierend bleibt...

Jean-Pierre Bacri ist gestorben
Am 18. Januar starb der Schauspieler, Dramatiker und Drehbuchautor...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Anja HillingHilling, Anja
Doris S.-Klaas (Tagesspiegel) 

Anja Hilling absolvierte das Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der FU Berlin sowie "Szenisches Schreiben" an der UdK Berlin. Parallel dazu kellnerte sie in einer Bar in Berlin Kreuzberg.

Ihr erstes Theaterstück Sterne wird 2003 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen und dort mit dem Preis der Dresdner Bank für neue Dramatik ausgezeichnet. Ihr folgendes Stück, die Tragikomödie Mein junges idiotisches Herz wird 2005 in einer Inszenierung der Münchner Kammerspiele zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr wird Anja Hilling in der Kritikerumfrage von Theater heute zur Nachwuchsautorin der Saison gewählt.

Mit dem Zivilisationsdrama Schwarzes Tier Traurigkeit (2007) gelingt Anja Hilling der Durchbruch im Ausland. Das Stück wird auf großen Bühnen in Europa, u.a. dem La Colline in Paris und dem Königlich dramatischen Theater Stockholm (dramaten) gezeigt. Das Jugenddrama Sinn (2007) entsteht in Kooperation des Thalia Theaters Hamburg und der Comédie de Saint-Étienne.

2011 schreibt sie der Garten, ein Fünfakter über das Spannungsfeld von Kunst und Kritik. Das Stück wurde am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo auch ihr Werk Sinfonie des sonnigen Tages 2014 zur Uraufführung kommt.

Seitdem sind u.a. Massiver Kuss (Auftrag für das Theater Bonn), Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen (Auftrag für das Theater Basel) und Lenz Ewiger Durst (Auftrag für Dramaten, Stockholm) entstanden.


Auszeichnungen / Einladungen - Übersicht:

2014: Nominierung "Deutscher Jugendtheaterpreis 2014" für was innen geht

2009: Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit dem Auftragswerk Radio Rhapsodie

2005: "Nachwuchsautorin der Saison" (Kritikerumfrage von "theater heute"); Einladung zu den Werkstatttagen an der Burg 2005, Burgtheater Wien; Einladung zu den Autorentheatertagen, Thalia Theater Hamburg, mit Protection; Einladung von Mein junges idiotisches Herz zu den Mülheimer Theatertagen (Werkstattinszenierung der Münchner Kammerspiele)

2003: Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit Sterne und Auszeichnung mit dem Preis der Dresdner Bank für junge Dramatik; "International Residency" am Royal Court Theatre, London

 

Teile (hartes Brot)

nach Paul Claudel
2D, 2H, Chor

Paul Claudel schrieb Das harte Brot, Teil einer thematisch größer angelegten Trilogie, um 1913/14 als Erzählung vom Zerfall einer überkommenen Machtordnung: Eine feudale und religiöse Wertewelt stürzt ab in den materialistischen Nihilismus. Anja Hilling holt den Stoff ins Gegenwärtige und hinterfragt dabei den Wert von Arbeit, die Produktion von Sehnsüchten und die Anbetung des Materiellen.

Im Kern erhalten bleiben zwei Männer, zwei Frauen – der alte Turlure, seine Geliebte und Assistentin Sichel, sein Sohn Louis sowie dessen Verlobte Lumir. Was sie ausmacht: Macht, Status, Vorurteil. Was sie antreibt: Gier, Sex und Rache. Überbleibsel menschlichen Interesses aneinander.

Claudels Glaube an die Stärke der Frauen wird hier fortgeschrieben. Während die Männer noch versuchen, sich innerhalb der gegebenen Verhältnisse in die Poleposition zu bringen, haben die Frauen längst begriffen, dass es so nicht weitergeht. Das Ende liegt in den Händen der Frauen.