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Polly

(Polly)
von Fabrice Melquiot
von Fabrice Melquiot
ab 10 Jahren

Deutsch von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand
Besetzung variabel, mind. 3 Darsteller*innen

frei zur UA

Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge? Mädchen? Oder was für ein Geschlechtsteil das ist: Puller? Muschi? Irgendwas dazwischen. Die Eltern sagen: Polly hat ein Puschi, alles andere ist egal, wir lieben Polly. Die Ärzte sagen: Das muss man entscheiden, das operieren wir. Mit sieben Jahren bekommt Polly einen Puller, später Testosteron. Niemand verliebt sich in Polly, doch dann kommt Louise. Die erste Liebe. Und geht wieder. Im Internet findet Polly schließlich andere Jugendliche, denen es genauso geht, und lernt das Wort intersexuell. Wenn er-sie Bewerbungen schreibt, bleibt das Kästchen männlich/ weiblich leer. Polly liebt Sprichwörter, verliebt sich, entliebt sich, hat den ersten Job, den zweiten, trägt Kleider, Anzüge, Nagellack und Hüte ...

In einem Kaleidoskop aus kurzen Szenen und epischen Passagen verhandelt Fabrice Melquiot die Themen Gender, Coming-of-Age und Geschlechterzuschreibungen auf poetische, humorvolle und empowernde Weise.