Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Krasnojarsk" von Johan Harstad
Am 19. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Johan Harstad...

UA: "Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?)" von Volker Schmidt am Staatstheater Darmstadt
Am 16.10.2020 hat Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?) Uraufführung am...

Nestroy-Preis für Mathias Spaan
Für seine Inszenierung "Die Nibelungen" nach Friedrich Hebbel ist Mathias...

Aller guten Dinge sind drei – Spielzeitstart mit Auftragswerken im KJT
Politisch, aufwühlend, berührend: Als Auftragswerke entstanden, feierten zum...

UA: "König Midas - ich! Oder: Wie werde ich klug?" in Wiesbaden
Am 6. Oktober feiert Katrin Langes Stück König Midas - ich! Oder: Wie werde...

UA: "Geld, Parzival" von Joël László am Vorarlberger Landestheater
Am 4. Oktober ist die Uraufführung von Joël Lászlós Stück Geld, Parzival am...

UA: "Soko Pisa – Die DDR in 40 Minuten" von Jörg Menke-Peitzmeyerin Radebeul
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit feierte das Klassenzimmerstück Soko...

UA: "Schleifpunkt" von Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen
+++ Vorstellungsausfall! Aufgrund einer Covid-19-Infektion im Grazer Team...

Hörspiel:"Laute Nächte" von Thomas Arzt
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Laute Nächte von...

UA: "NO PLANET B" von Nick Wood am Theater Kempten
Am 17. September 2020 feiert das Auftragswerk NO PLANET B von Nick Wood am...

UA: "Paul*" am Theater Kanton Zürich, Winterthur
Am 21. September 2020 feiert das Auftragswerk Paul* von Eva Rottmann am...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
 

Böhmer, Wolfgang
Wolfgang Böhmer wurde 1959 in Westfalen geboren und studierte Literatur und Musik in Wuppertal. Nachdem er als Komponist und Akteur im politischen...


Lund, Peter
Der vielseitige Künstler Peter Lund wurde 1965 in Flensburg geboren. Parallel zu seinem Architekturstudium in Berlin widmete er sich mit gleicher...


 

Drachenherz – Kein Platz für Helden

Musical
Musik von Wolfgang Böhmer
Text von Peter Lund
2D, 7H
Orchesterbesetzung: Git I, Git II, E.Vlc, E.B, Dr, Key, Kl
UA: 02.03.2019, Städtische Theater Chemnitz

In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze, während der Nachwuchs die Stadt terrorisiert. Günni ist der Boss einer testosteronlastigen Jugendgang, zu der der charismatische Fred stößt. Fred avanciert direkt zum Chefliebling, macht Günnis Schwester Jenny schöne Augen. Das geht Hagen, der eigentlichen Nummer zwei, mächtig gegen den Strich. Und dann ist Fred plötzlich tot. Hagen tut alles, um den Mord dem Asylbewerber Woda in die Schuhe zu schieben.

Peter Lund verlegt in Drachenherz die Siegfried-Sage in eine mitteldeutsche Kleinstadt. Ein Schauermärchen aus der Provinz, in dem es neben Liebe, Ehre, Treue und Toleranz auch um diktiertes Mittelmaß und die Perspektivlosigkeit einer ganzen Generation geht. Was soll das heutzutage eigentlich sein: "echte Helden"?

Wolfgang Böhmer gestaltet eine hochindividualisierte Klangwelt, die der Erzählung eine zusätzliche Dimension verleiht: Die ständig von Aggression und Selbstbehauptung getriebenen Halbstarken machen Druck mit Steampunk, Ska und Rock. Brüning (alias Brünhilde) findet ihren Ausdruck in düsteren, rockigen Balladen, Woda in ethnoarchaischen Klängen. Über allem erklingt der Nibelungenmythos in dunklem Hardrock.

"Drachenherz ist brandaktuell. Weil es von Ausgrenzung, Ausländerhass und Gewalt handelt. (…) Die Analogien zur Nibelungen-Saga um Siegfried, Brünhild & Co., dem deutschen Nationalepos schlechthin, liegen auf der Hand. Die Nibelungen aber nicht als Helden-Sippe, die trotzig bis zum Untergang zusammenhält (,Kein Platz für Helden‘ lautet schon der Untertitel der Produktion), sondern als vorlaute Jungs von der Straße: Das ist eine gehörige Provokation." Berliner Morgenpost

"Die junge Besetzung brilliert in akrobatischen Tanzszenen, wirkt authentisch in ihren Frotzeleien und gibt dabei der Erzählung eine solche Leichtigkeit, dass der Zuschauer die Katastrophe kaum kommen sieht. Ein Stück wie ein schlechter Traum, nach dem ein schales Gefühl zurückbleibt: Wie konnte das alles bloß passieren?" Berliner Woche

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen