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Terrence McNally im Alter von 81 Jahren verstorben
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Neu: "Frida und der NeinJa-Ritter" von Philipp Löhle
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Cartwright, Jim
Jim Cartwright lebt in Lancashire, wo er 1957 geboren wurde. Road (Straße ohne Namen) , sein erstes Stück, wurde 1986 am Royal Court Theatre...


Löhle, Philipp
Geboren 1978 in Ravensburg. Studium der Geschichte, Theater- und Medienwissenschaft und deutschen Literatur in Erlangen und Rom. Erste Theaterstücke...


 

Little Voice

(The Rise And Fall Of Little Voice)
Deutsch von Philipp Löhle
3D, 4H
UA: 16.06.1992, National Theatre London
Erstaufführung der Neuübersetzung: 01.12.2018, Theater Paderborn

LV, Little Voice, wird Laura von ihrer Mutter gerufen, und dieses Rufen fällt so infernalisch laut aus, als hätte sich die Gesuchte im letzten Winkel des Universums verborgen und nicht in ihrer Kammer unter dem Dach. Neben dem mütterlichen Organ nähme sich jede Stimme klein aus, und so muss man, während die Mutter mit ihren Witzen und Geschichten die ganze Welt beschallt, der Tochter jeden Pieps abpressen. Es kostet sie Überwindung, einen Ton hervorzubringen, obwohl ihre schmale Brust einen großen Schatz hütet: die großen Stimmen jener Schallplatten-Göttinnen, denen ihr verstorbener Vater huldigte.

LV lässt sich dazu verleiten, ihre inneren Stimmen zu Gehör zu bringen. Aus dem verhuschten Ding wird eine Diva im Glitzerkleid, deren Blicke einschlagen wie Blitze. Aber nur einen Abend lang lässt sie den Zauber spielen, dem Andenken ihres Vaters zu Ehren. Ein Star wird geboren und verglüht gleich wieder, sehr zum Leidwesen von Little Voices ehrgeiziger Mutter. Zum Glück gibt es einen Retter in der Not, einen an sie glaubenden jungen Telefontechniker, der ihr zu ihrer eigenen Stimme verhelfen kann.

Jim Cartwright formt seine Theaterfiguren aus dem Umfeld der kleinen Leute, beschreibt dabei aber weniger das Milieu als das Individuum und erschafft dabei einen Kosmos an exzentrischen, schüchternen und komischen Figuren, von denen jede auf ihre eigene Weise versucht, das Leben zu meistern. Little Voice wurde von Mark Herman verfilmt und lief im Sommer 1999 in den deutschen Kinos an.

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