Aktuelle Nachrichten

Aus aktuellem Anlass: Coronavirus (COVID-19)
Liebe Autorinnen und Autoren, liebe Kolleginnen und Kollegen, das...

So schön wäre es gewesen - Knut Hamsuns "Spiel des Lebens"
Die Premiere von Spiel des Lebens von Knut Hamsun war für den 20.3. geplant....

Terrence McNally im Alter von 81 Jahren verstorben
Der amerikanische Autor Terrence McNally ist am 24. März in New York in Folge...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Neue Reisende" von Tine Høeg
Tine Høegs Roman Neue Reisende - ausgezeichnet als bestes dänisches Debüt -...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...

Neu: "Sprache, mein Stern. Hölderlin hören." - Hörspiel von Ruth Johanna Benrath
Die späten Gedichte Friedrich Hölderlins galten lange als minderwertige...

Neu: "Linie 912" von Thilo Reffert
In und um den Bus der Linie 912 kreuzen sich zehn Lebenswege und sind danach...

"Bombentyp" (FAZ) und "super-flockig" (Die deutsche Bühne) - UA von Löhle/Abbasi
Kurz bevor der Spielbetrieb eingestellt werden musste, war am 13. März die...

Neu: "Serpentinen" von Bov Bjerg
Mit Auerhaus gelang Bov Bjerg 2015 der Durchbruch und eroberte wenig später...

Neu: "Frida und der NeinJa-Ritter" von Philipp Löhle
Am 11. März erscheint das Kinderbuch Frida und der NeinJa-Ritter zum...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte

Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig

Szenenfoto © Rolf Arnold
Schauspiel Leipzig

 

Am 27. September war die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes am Schauspiel Leipzig (Regie: Katrin Plötner). Die österreichische Erstaufführung folgt im Mai 2020 am Schauspielhaus Graz (Regie: Lily Sykes).

"Das Schauspiel Leipzig macht die Computerpionierin Ada Lovelace zur Heldin einer klugen und lustigen Uraufführung. (...) Es ist ein Theaterabend über eine faszinierende Frau in den patriarchalen Strukturen des 19. Jahrhunderts. (...) Clavadetscher spannt geschickt einen Bogen vom 19. Jahrhundert, der Epoche der düsteren Romantik, ins Digitalzeitalter." (Süddeutsche Zeitung)

"Erst befreit sich Ada Lovelace im Sinne der Aufklärung wissensdurstig aus der Unmündigkeit, um später in einer fast gespenstisch anmutenden Überblendung in eine künftige Form Künstlicher Intelligenz zu münden. (…) Puppen werden zu Menschen und Menschen zu K.I. Eine fließende Metamorphose, die sich in dem klug komponierten Abend leitmotivisch in der Bewegungssprache abbildet. Und in Zitaten der menschlichen Ada, die das Retortenwesen wortgleich wiederholt. Bis alle Unterscheidungskriterien versagen. Hat dieses Wesen nun Gefühle oder simuliert es sie?" (Leipziger Volkszeitung)

Ada Lovelace, die Tochter von Lord Byron, ist eine der vielen Wissenschaftlerinnen, denen ein Leben und erst recht eine Karriere nach eigenen Wünschen und Vorstellungen durch gesellschaftliche Konventionen versagt blieb. Martina Clavadetscher widmet sich dieser außergewöhnlichen Frau, die heute als erste Programmiererin der Welt gilt. Aber zugleich wirft sie im zweiten Teil einen Blick voraus in einer nicht allzu ferne Zukunft, in der die Visionen der Ada Lovelace zum Leben erwachen - vielleicht erfüllt sich für eine Ada-Maschine all das, was der realen Ms. Lovelace aufgrund von Geschlechterkonventionen versagt blieb.

30.09.2019

Stücke zu dieser Nachricht:
Frau Ada denkt Unerhörtes

Autoren zu dieser Nachricht:
Clavadetscher, Martina