Aktuelle Nachrichten

"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte

Zum 25. Todestag von Friedrich Dürrenmatt

Cover Autorenbroschüre von Felix Bloch Erben zu Friedrich Dürrenmatt, Foto ca. 1943, Quelle: Schweizerisches Literaturarchiv, Bern

Nähere Informationen zu Leben und Werk Friedrich Dürrenmatts erhalten Sie in einer Autorenbroschüre, die Sie hier bestellen können.

 

Der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt, geboren am 5. Januar 1921 in Konolfingen (Schweiz), zählt zu den bedeutendsten Dramatikern und Schriftstellern der Gegenwart. Mit seinen beiden Theaterstücken Der Besuch der alten Dame und Die Physiker begründete er seinen Weltruhm. Diese beiden Werke zählen neben Romulus der Große, Die Panne und Abendstunde im Spätherbst auch heute noch zu seinen meistgespielten Stücken im deutschsprachigen Raum.

"Das Komödiantische ist meine dramaturgische, ich möchte fast sagen, wissenschaftliche Methode, mit der ich mit den Menschen experimentiere, um Resultate zu erhalten, die mich allerdings oft selber verblüffen."

Dürrenmatts beschriebene Welt ist eine ohnmächtige. Die Komödie, die eine ungestaltete, im Umsturz begriffene Welt voraussetzt, wählt er als Grundmuster. Individuelle Größe, persönliche Schuld und Verantwortung, die Themen der antiken Tragödie, sind nach den industriell organisierten Massenmorden abgelöst von einer Konstellation der Ohnmacht. Die vom Menschen entfremdete Welt wird zur Groteske, Dürrenmatts Figuren agieren pragmatisch und sarkastisch. Seine prägnante, stark rhythmisierte Sprache intendiert immer die Wahrung von Distanz und vermeidet Gefühliges – der Zuschauer beobachtet Schreckensszenarien mit einer Mischung aus Entsetzen und Erstaunen.

In ihrer radikalen Anklage lösten Dürrenmatts Texte oft Kontroversen aus – ihr Ideenreichtum und ihre Ausgestaltung sind einmalig – virtuos variiert zeigen sie schonungslos eine deformierte Gesellschaft, die ihre Werte verraten hat. Dürrenmatts Blick, seine intellektuelle Schärfe waren stets auf das gesellschaftliche Ganze gerichtet. Mit seinen satirisch-provokanten Stücken über die Widersprüchlichkeit von moralischem Anspruch und dessen Verwirklichung gelingt es ihm, mit Referenz auf die Vergangenheit die Sicht auf die Gegenwart zu erhellen.

Vor 25 Jahren, am 14. Dezember 1990, starb Friedrich Dürrenmatt im Alter von 69 Jahren in Neuenburg (Schweiz).

14.12.2015

Autoren zu dieser Nachricht:
Dürrenmatt, Friedrich