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"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
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"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Rose, Reginald
Reginald Rose wurde am 10. Dezember 1920 in New York geboren. Er besuchte dort das City College, legte jedoch keine Abschlussprüfung ab. Er arbeitete in...


Budjuhn, Horst
Horst Budjuhn wurde 1910 in Bromberg an der Brahe geboren. Mit 13 Jahren kam er nach Berlin, wo er später Germanistik studierte und in den Dreißiger Jahren...


 

Die zwölf Geschworenen

(Twelve Angry Men)
Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn
12H
UA: 14.10.1958, Münchner Kammerspiele München

Dialektfassungen:

Schüllig!?
Niederdeutsche Fassung
von Horst Seegebarth
0D, 12H
Für die Aufführungsrechte wenden Sie sich bitte an den Karl Mahnke Theaterverlag.
http://www.mahnke-verlag.de

Nach einer sechstägigen Gerichtsverhandlung sollen im Amerika der 50er Jahre zwölf Geschworene über das Schicksal eines neunzehnjährigen Jungen entscheiden, der seinen Vater kaltblütig mit einem Messer ermordet haben soll. Stimmen die zwölf für „schuldig“, landet der Angeklagte auf dem Elektrischen Stuhl, bei „nicht schuldig“ wird er frei gesprochen. Das Urteil muss einstimmig ausfallen.

Für die meisten scheint der Fall eindeutig, zumal sie sich nicht länger als nötig im Geschworenzimmer aufhalten wollen; ein Baseballspiel am Abend lockt. So kommt es, dass nahezu einstimmig für „schuldig“ gestimmt wird. Einzig der Geschworene Nr. 8 will nicht vorschnell urteilen und äußert Zweifel an den nicht ganz wasserdichten Zeugenaussagen und der damit verbrieften Schuld des Jungen. Ein erbitterter und spannungsgeladener verbaler Kampf zwischen den Laienrichtern beginnt. Die anfängliche Selbstsicherheit der Geschworenen beginnt zu bröckeln, psychische Belastungen und Vorurteile kommen zum Vorschein, die alles andere als eine objektive Betrachtung des Falles ermöglichten. Nach und nach kann Nr. 8 die anderen umstimmen. Nur sein härtester Gegner Nr. 3 zeigt sich bis zum Schluss unerbittlich in seinem Urteil. Bis sich schließlich herausstellt, dass Nr. 3 seine Familie jahrelang unterdrückt und gequält hat, bis sein eigener Sohn mit dem Messer auf ihn losging ...

In strenger Einheit von Zeit, Ort und Handlung führt Reginald Rose mit seinem Gerichtsdrama unter jeder Menge Suspense ein leidenschaftliches Plädoyer gegen menschliche Voreingenommenheit und leichtfertige Kategorisierung. Ihm gelingt ein subtiles Psychogramm, das auf einem authentischen Fall basiert, ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert, 1957 als Kinofilm (u.a. mit Henry Fonda) umgesetzt und schließlich vom deutschen Drehbuchautor, Dramaturg und Übersetzer Horst Budjuhn für die Bühne realisiert wurde. Nach der Münchener Uraufführung war das Stück in der Spielzeit 1959/1960 das meistgespielte Schauspiel an deutschsprachigen Bühnen.

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