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Neu bei FBE: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" Kinderoper von Oliver Ostermann & Alexander Kuchinka
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Neu bei FBE: "Die Steilwand" von Jordi Galceran
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"Ein Recht auf Chanel" - UA von "Einfache Leute"
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"'Verbindungsfehler' geht unter die Haut" - UA von Julian Mahid Carly
Am 20. Juni war die Uraufführung von Verbindungsfehler von Julian Mahid Carly...

Necati Öziri gewinnt beim Bachmann-Preis
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Sommertheater 2021: Premieren im Musiktheater
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Bild von Paul BurkhardBurkhard, Paul

Der 1911 in Zürich geborene Paul Burkhard begann seine Theaterlaufbahn nach Abschluss des Konservatoriums als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Bern, wurde aber bald als Leiter der Musikabteilung ans Zürcher Schauspielhaus berufen.

Als 24-jähriger schrieb er seine erste Operette Hopsa ganz im Stil der zeitgenössischen Revue-Operetten, ehe er 1939 mit dem Schweizer Mundartstück "Der schwarze Hecht" überregional auf sich aufmerksam machte. 1950 erlebte das Stück in der Bearbeitung von Erik Charell unter dem Titel Das Feuerwerk seine Aufführung am Münchner Gärtnerplatz-Theater und verschaffte Burkhard, nicht zuletzt dank des Chansons "Oh, mein Papa", den endgültigen Durchbruch und weltweite Berühmtheit. Allein das "abendfüllende Chanson" Das Feuerwerk wurde bis heute in über 40 Sprachen übersetzt.

Daneben entstanden die komische Oper "Casanova in der Schweiz" (1942), Tic-Tac (1946), "Die Weibermühle" (1951), "Spiegel, das Kätzchen" (1956) nach der Novelle Gottfried Kellers, Die Pariserin (1957) und Bunbury (1965) nach Oscar Wildes Komödie. An den überwältigenden Erfolg von Das Feuerwerk konnte er mit diesen Werken allerdings nicht mehr anknüpfen.

Nach Aufgabe seiner Tätigkeit als Dirigent und Leiter des Studioorchesters des Radio Beromünster zog er sich in das schweizerische Zell im Kanton Zürich zurück, um sich kirchlichen Werken und religiösen Spielen zu widmen: "Die Zeller Weihnacht", "Die Zeller Ostern", "Sieben Stufen des Lebens" u.a. Am Ende seines Lebens kehrte er noch einmal zu der Gattung zurück, die er aus dem Geiste des Chansons zu erneuern gehofft hatte, zur Operette.

Die Uraufführung seines letzten und von ihm selbst als sein "liebstes Kind" bezeichneten Werkes, "Regenbogen", erlebte er indessen nicht mehr. Paul Burkhard starb am 6. September 1977. Die Uraufführung des Stückes fand am 30. November 1977 in der Basler Komödie statt.

 

Hex Zitterbein

(Hex Zitterbein möcht’ Königin sein)
Märchen in neun Bildern
Buch von Margrit Braegger
Musik von Paul Burkhard
3D, 5H, Ensemble
Orchesterbesetzung: Fl (Picc), Klar I, II, Trp I, II, Pos, Schl, Kl, Kb
UA: 04.12.1960, Stadttheater Bern

Das ganze Königreich von König Kronenzack ist schon außer sich vor lauter Vorfreude auf die Hochzeit der Prinzessin Zartfein. Nur eine kann die Freude nicht teilen: Die Hexe Zitterbein möchte selber Königin sein und den schönen Prinzen Treuherz heiraten. Und da ist ihr jede Gemeinheit recht.

Zuerst stiehlt sie die Geschenke, die für die Prinzessin bestimmt sind, verzaubert dann das königliche Frühstück, damit alle, die davon gegessen haben, in einen tiefen Schlaf fallen und sie, die Hexe Zitterbein, selbst dem Prinzen als falsche Prinzessin gegenübertreten und ihn heiraten kann.

Diese Rechnung geht nicht auf, weil die böse Hexe nicht mit den vielen Verbündeten des Königs gerechnet hat, die jeden einzelnen ihrer Pläne zu vereiteln wissen. Da der König und die Prinzessin immer freundlich zu allen Wesen in ihrer Umgebung gewesen sind, zählen zu den vielen Helfern nicht nur die dicke Schlossköchin und der Nachtwächterdrache Schnurzel, sondern auch Putten, Mäuse, Käfer, ein Rabe und ein Hund. Sie sind es, die die Geschichte zu einem glücklichen Ende bringen und die Hexe ins Pfefferland jagen.

Dieses Werk vertritt FELIX BLOCH ERBEN im Subvertrieb für den Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.