28.01.2021

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Verlagsgeschichte
Impressum
Bild von Søren Nils EichbergEichberg, Søren Nils

Der in Stuttgart geborene und in Dänemark aufgewachsene Komponist Søren Nils Eichberg studierte Klavier und Orchesterdirigieren in Kopenhagen und Köln. Nachdem er 2001 in Brüssel den ersten Preis des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs für Komponisten gewonnen hatte, wandte er sich schwerpunktmäßig der Komposition zu. Er wurde u.a. mit dem Tanglewood-Stipendium, dem Konrad-Adenauer-Kompositionsstipendium und dem Kompositionsstipendium der Dänischen Kunststiftung ausgezeichnet. Søren Nils Eichberg arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble Modern, Hilary Hahn und dem Mahler Chamber Orchestra zusammen. Die von der britischen Zeitung "The Times" hochgelobte SciFi-Oper "Glare" wurde im November 2014 in der Royal Opera Covent Garden in London uraufgeführt, die DSE folgte 2017 am Theater Koblenz. Seine Oper "Schönerland" über Flucht und Heimat wurde 2017 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt, am Theater Koblenz die Fallada-Oper Wolf unter Wölfen.


Weitere Informationen zu Søren Nils Eichberg

 

Wolf unter Wölfen (Oper)

Oper
nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada
Musik von Søren Nils Eichberg
Libretto von John von Düffel
5D, 8H, Chor
Orchesterbesetzung: Fl (B.Fl), Ob, Klar, B.Klar, T.Sax, K.Fg, Hr, Trp, Pos, Tub, Kl, 2 Perc, Timp,
Str (mind. 3 2 2 2 2)
UA: 23.11.2019, Theater der Stadt Koblenz

"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist, der sterbe!" (Hans Fallada)
Mit der Oper Wolf unter Wölfen nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada aus dem Jahr 1937 nehmen Søren Nils Eichberg und John von Düffel die brisanten gesellschaftspolitischen Parallelen von Weimarer Republik und heutiger Gegenwart in den Blick.

Für das Libretto hat John von Düffel die Figuren des Romans über den Soldaten Wolf Pagel und die Ex-Prostituierte Petra Ledig im Berlin des Hyperinflationsjahres 1923 auf zehn Hauptrollen reduziert, einzelne Schlüsselszenen ausgewählt (Friedrichstraße, Spielcasino, Wolfs Absteige, Wohnung der Mutter, Anwesen des Kameraden) und zu einer neuen dramatischen Struktur verbunden.
Zusammengehalten durch die Rolle eines Conférenciers als Figur zwischen den Zeiten gehen Schauplätze und Situationen revueartig ineinander über und illustrieren das Spannungsverhältnis zwischen tiefer Not und Protzerei, Lebensgier und Selbstaufgabe, aber auch die Sehnsucht nach alten Zeiten und die bedrohliche Aufbruchsstimmung nach rechts.

Musikalisch verbindet Søren Nils Eichberg Geschichte mit Gegenwart. Experimentelle Klangfluten nähern sich mutig der Grenze zum Ohrwurm. Es treffen Klangstrahl auf Klangfläche, kammermusikalische Momente auf das Berliner Klang-Idiom der 20er-Jahre mit Anleihen an Hanns Eisler, Kurt Weill sowie Schlager- und Marschmusik.

"Kein Revue-Glamour, es ist die Umsetzung des Naturalismus eines Gerhart Hauptmann auf die Opernbühne, wo die Musik eingesetzt wird, um die Zeit und den Ort zu charakterisieren." (Das Opernmagazin)