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"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Antoine HerbezHerbez, Antoine

Antoine Herbez absolvierte seine Ausbildung als Schauspieler am Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique de Paris u.a. bei Jacques Seyres und Pierre Debauche. Er spielte an verschiedenen Theatern und wirkte bei zahlreichen Kinoproduktionen, Fernsehfilmen und TV-Serien in Frankreich, Amerika, Kanada und Deutschland mit, u.a. bei "Les Testosteroni" (Regie: Pierre-Loup Rajot) und "Moi et mon blanc", "Ein Stück Himmel", sowie der amerikanischen Serie "Family Matters". Zusammen mit dem Komponisten Jakob Vinje schrieb er die Musikalische Komödie "P.P.P.". Sein Drehbuch "Libérée" wird zur Zeit für das Kino verfilmt.

 

37 Jahre

(37 ans)
Deutsch von Frank Lorenz Engel
1D, 1H
UA: 31.10.2000, Théâtre Montreux-Riviera (TMR) Montreux
DSE: 01.07.2005, ARTEMIS-Schauspielstudio München

Nadège Bariani, eine verurteilte Terroristin, steht nach 37 Jahren Haft vor ihrer Entlassung. Ideale haben ihren bewaffneten Kampf gegen die Gesellschaft einst motiviert, allerdings hat sie sich immer geweitert, über die Vergangenheit zu reden. Fünfzehn Tage vor ihrer Entlassung hat sie einen Entschluss gefasst.

Aus einer Laune heraus oder vielleicht um zu provozieren, wählt sie aus verschiedenen Fotos einen Journalisten aus. Und so betritt der 37-jährige Chlodwig Marx, arbeitslos und auf dem sozialen Abstieg, ihre Zelle. Er ist längst nicht mehr Journalist. Im Grunde ist er nichts mehr, besitzt nichts mehr, fühlt sich unverstanden und gibt vor, nur am Honorar interessiert zu sein. Fast widerwillig spult er seine Fragen ab. Doch wer interviewt hier wen? Wer von beiden ist der Eingeschlossene?

Eine Begegnung zwischen Beobachtung, Annäherung, Provokation, Kampf, Spiel, Verbitterung und Vertrauen beginnt.

37 Jahre ist Herbez’ erstes Stück für die Bühne, für das er sich von einem authentischen Fall hat inspirieren lassen: die Geschichte einer Frau, ehemals Aktivistin der Black Panthers, die seit Jahren eingesperrt ist. Ihr unbändiger Wille und ihr Hunger nach Leben und Freiheit waren der Ausgangspunkt des Stücks. Die Uraufführung am T.M.R. (vormals Théâtre du Vieux Quartier) in Montreux brillierte mit einer großartigen Pascale Roberts in der Rolle der Nadège Bariani und dem Autor selbst als Chlodwig Marx.