Aktuelle Nachrichten

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Stipendien für Ruth Johanna Benrath und Esther Becker
ASSITEJ e.V. und KJTZ haben angesichts der aktuellen Corona-Krise fünfzehn...

"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
"Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Hochwälder, Fritz

Der österreichische Autor Fritz Hochwälder wurde am 28. Mai 1911 in Wien geboren, wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf und erlernte zunächst, ebenso wie sein Vater, das Tapeziererhandwerk. Er bildete sich in Abendkursen fort und begann, Stücke zu schreiben. Bereits als 19-jähriger verfasste er erste Hörspiele und Dramen. 1938 emigrierte er nach der Besetzung Österreichs in die Schweiz nach Zürich. Durch ein Arbeitsverbot durfte er seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und seine "Liebhaberei", das Schreiben, wurde die Grundlage für seine berufliche Entwicklung. Das heilige Experiment, ein Drama um Kampf und Niederlage eines südamerikanischen Jesuitenstaates, wurde zum Welterfolg.

Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen: 1955 den Grillparzer-Preis, 1956 den Literaturpreis der Stadt Wien und 1966 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur.

Fritz Hochwälder starb am 21. Oktober 1986 in Zürich; er wurde in einem Ehrengrab der Stadt Wien beigesetzt.

 

Der öffentliche Ankläger

Schauspiel in drei Akten
1D, 7H

Fritz Hochwälder setzt sich in vielen seiner Stücke mit historischen Stoffen auseinander. Den Moralisten beschäftigt dabei immer wieder das Auseinanderklaffen von Geschichte und Gerechtigkeit.

In Der öffentliche Ankläger (UA 1948) wird diese moralische Schräglage in der Zeit des Schreckensregimes der Jakobiner im postrevolutionären Frankreich als Kriminalstück und Teufelskomödie eindrucksvoll vorgeführt. Im Zentrum des Stückes steht der fragwürdig agierende öffentliche Ankläger Fouquier-Tinville, ein "Staatsanwalt des Todes".