Aktuelle Nachrichten

Aus aktuellem Anlass: Coronavirus (COVID-19)
Liebe Autorinnen und Autoren, liebe Kolleginnen und Kollegen, das...

So schön wäre es gewesen - Knut Hamsuns "Spiel des Lebens"
Die Premiere von Spiel des Lebens von Knut Hamsun war für den 20.3. geplant....

Terrence McNally im Alter von 81 Jahren verstorben
Der amerikanische Autor Terrence McNally ist am 24. März in New York in Folge...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Neue Reisende" von Tine Høeg
Tine Høegs Roman Neue Reisende - ausgezeichnet als bestes dänisches Debüt -...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...

Neu: "Sprache, mein Stern. Hölderlin hören." - Hörspiel von Ruth Johanna Benrath
Die späten Gedichte Friedrich Hölderlins galten lange als minderwertige...

Neu: "Linie 912" von Thilo Reffert
In und um den Bus der Linie 912 kreuzen sich zehn Lebenswege und sind danach...

"Bombentyp" (FAZ) und "super-flockig" (Die deutsche Bühne) - UA von Löhle/Abbasi
Kurz bevor der Spielbetrieb eingestellt werden musste, war am 13. März die...

Neu: "Serpentinen" von Bov Bjerg
Mit Auerhaus gelang Bov Bjerg 2015 der Durchbruch und eroberte wenig später...

Neu: "Frida und der NeinJa-Ritter" von Philipp Löhle
Am 11. März erscheint das Kinderbuch Frida und der NeinJa-Ritter zum...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Jamiaque, Yves

Yves Jamiaque wird am 30. Januar 1918 in Paris geboren. Das Theater entdeckte er erst mit 12 oder 13 Jahren, als seine Eltern ihm ein Abbonement für die Klassiker-Aufführungen im Odéon schenkten. "Sie sollten es zeitlebens bereuen", sagte er. Sein erster Theaterbesuch war "Der Barbier von Sevilla". Es ist der Donnerschlag, fortan hat Jamiaque nichts anderes mehr im Sinn, als Schauspieler zu werden und vernachlässigt seine Studien. Immerhin bringt er es noch zum 1. Staatsexamen für Geschichte... ohne Überzeugung, denn er ist fest entschlossen, seinen Weg am Theater zu machen. Aber durch Militärdienst, Krieg und Gefangenschaft verzögert sich dieser Wunsch. In der Gefangenschaft schreibt er sein erstes Stück "La derniere marche de trone" und inszeniert Molières "Le debit amoureux" in modernen Kostümen. Der Erfolg des Unternehmens bei seinen Zuschauer-Kameraden bewegt ihn dann, 1946 mit derselben Aufführung in Paris am Théâtre Moncey sein Glück zu versuchen. Er zeichnet mit dem Namen Jedvabe (in Erinnerung an ein Familienmitglied), und seine Truppe spielt unter dem Wahrzeichen "La Nef" (Das Schiff) - ein Schiff, das bald untergeht.
Er arbeitet als Schauspieler, aber die entscheidende Chance als Autor erhält er dank Jean Tardieu im Club d’Essai der RTF (Franz. Rundfunk). Mit J. W. Garett als Regisseur bringt er seine Hörspielfolge heraus ("Les messagers"), er schreibt weitere für Paris-Inter ("Les calendes") und für die Chaine Parisienne ("Croquis" und "La corbeille aux legendes").
Für "Je vous donne ma paix" erhält er den Preis der Union des Arts Radiophoniques. 1954 entwirft er in Chambord das Szenarium von "Son et lumiere", Maurice Jerre komponiert die Musik dazu. Marcel Lupovici bringt von ihm "Negro-Spiritual" im Noctambules heraus, und Georges Charaire und Pierre Sonnier öffnen ihm das Théâtre du Tertre für "Habeas Corpus". Der Preis U, zum ersten Mal vergeben, wird ihm für diese beiden Werke verliehen.
1956 bringt die Compagnie Thesa im Théâtre des Arts die Uraufführung "Les Lingots du havre". 1959 ist es die Comédie von Saint-Etienne, die "La queue du diable" herausbringt. "Nachdem ich den ersten Akt geschrieben hatte, schickte ich ihn an Jean Dasté. Auf seine Bitte setzte ich meine Arbeit unter Anpassung an die Schauspieler der Compagnie fort" - erzählte er. Die Meerschweinchen (Les cochons d´Inde) ist aus dieser Erfahrung entstanden, es wurde für die Truppe von Jean Dasté verfasst, aber Robert Postec erwägt, es aufzuführen. Ohne Wissen von Jamiaque reicht er das Manuskript der Jury des Grand Prix de litérature dramatique d’Enghien ein, und es wird preisgekrönt. Das Stück wurde in der Inszenierung von Robert Postec und dem Autor durch Bernard Jenny und André Certes für das Vieux-Colombier erworben (1960).
In Deutschland ist Jamiaque mit seinen Komödien Acapulco, Madame, Lea und Das schwarze Schaf bekannt geworden.
Von 1981 bis 1983 war er Präsident der Société des Auteurs et Compositeurs dramatique, der staatlichen französischen Institution, die die Rechte der Autoren vertritt.
Yves Jamiaque lebte als Dramatiker für Rundfunk, Bühne und Fernsehen in Paris. Nach langer Krankheit starb er 1987 in Saint-Paul-de-Vence.

 

Die närrische Weisheit des Herrn von Quixada

(Don Quichotte)
Ein Theaterstück nach Cervantes
Deutsch von Pamela Wedekind
7D, 12H, Nebendarsteller