Aktuelle Nachrichten

DER FAUST 2020 für Martin Berger
Für seine Inszenierung "Ariadne auf Naxos" am Deutschen Nationaltheater...

Hörspiel: "Feuersturm" von David Paquet
David Paquet blättert in Feuersturm (Ü: Frank Weigand) ein liebevoll makabres...

Neu: Charivari 2020
Unser aktuelles Verlagsprogramm finden Sie ab sofort im Charivari 2020. Bevor...

Hörspiel:"Laute Nächte" von Thomas Arzt
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Laute Nächte von...

Neu bei FBE: "Krasnojarsk" von Johan Harstad
Am 19. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Johan Harstad...

UA: "Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?)" von Volker Schmidt am Staatstheater Darmstadt
Am 16.10.2020 hat Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?) Uraufführung am...

Nestroy-Preis für Mathias Spaan
Für seine Inszenierung "Die Nibelungen" nach Friedrich Hebbel ist Mathias...

Aller guten Dinge sind drei – Spielzeitstart mit Auftragswerken im KJT
Politisch, aufwühlend, berührend: Als Auftragswerke entstanden, feierten zum...

UA: "König Midas - ich! Oder: Wie werde ich klug?" in Wiesbaden
Am 6. Oktober feiert Katrin Langes Stück König Midas - ich! Oder: Wie werde...

UA: "Geld, Parzival" von Joël László am Vorarlberger Landestheater
Am 4. Oktober ist die Uraufführung von Joël Lászlós Stück Geld, Parzival am...

UA: "Soko Pisa – Die DDR in 40 Minuten" von Jörg Menke-Peitzmeyerin Radebeul
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit feierte das Klassenzimmerstück Soko...

UA: "Schleifpunkt" von Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen
+++ Vorstellungsausfall! Aufgrund einer Covid-19-Infektion im Grazer Team...

UA: "NO PLANET B" von Nick Wood am Theater Kempten
Am 17. September 2020 feiert das Auftragswerk NO PLANET B von Nick Wood am...

UA: "Paul*" am Theater Kanton Zürich, Winterthur
Am 21. September 2020 feiert das Auftragswerk Paul* von Eva Rottmann am...


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Bild von Hans SchweikartSchweikart, Hans
Bild: hans-schweikart.de 

Hans Schweikart wurde am 1. Oktober 1895 in Berlin geboren. Seine Eltern waren taubstumm. Schweikart selbst sah darin später kein Handicap, sondern einen Grund für sein hochentwickeltes Sprachgehör, das bei den Schauspielern die feinsten Schwingungen wahrnahm und schnell "falsche Töne" aufdeckte.

Sein Vater war Mechaniker – die Familie entstammte ostpreußischen Gelehrten und Offiziersmilieu. In der mütterlichen Linie (Stephani) finden sich Pfarrer, ein Bürgermeister und Apotheker. Da die Eltern arm waren, erhielt Hans Schweikart nach Abgang vom Schiller-Realgymnasium mit Hilfe von Stipendien eine erste Ausbildung an der Marie-Seebach-Schule des Königlichen Schauspielhauses zu Berlin.

Er debütierte 1915 in Nikolaj Gogols Der Revisor am Wiesbadener Hoftheater. Über Görlitz, Magdeburg und Köln kam er 1918 nach Berlin und schloss sich für fünf Jahre dem gefeierten Ensemble an Max Reinhardts Deutschem Theater an. Hier traf er auf seine erste Frau, die Schauspielerin Käthe Nevill, die später nach Palästina auswanderte. 1923 holte Otto Falckenberg Schweikart nach München, wo er sechs Jahre an den Kammerspielen wirkte und auch erstmals Regie führte. 1934-38 war er Oberspielleiter im Münchner Residenztheater und erwarb sich mit einem Shakespeare Zyklus Ansehen.

Anschließend ging er als künstlerischer Leiter zur Bavaria-Filmgesellschaft in München/Geiselgasteig. Als ihr "Hausregisseur" schuf er eine Reihe von Filmen wie z. B. "Befreite Hände" oder "Das Mädchen von Fanö". 1942 verließ er die Bavaria, um dem zunehmenden Druck brauner Filmpolitik zu entgehen. Der Erinnerung an seine Zusammenarbeit mit dem UFA-Star Joachim Gottschalk, der gemeinsam mit seiner jüdischen Frau Meta Wolff von den Nazis in den Tod getrieben wurde, entsprang nach dem Ende der Diktatur die Novelle "Es wird schon nicht so schlimm" – Grundlage für den erfolgreichen DEFA-Film "Ehe im Schatten".

1947 wurde Schweikart als Nachfolger für Erich Engel zum Intendanten der Münchner Kammerspiele berufen, die unter seiner Führung zu einer der bedeutendsten Sprechbühnen Deutschlands wurden. Zu dem Ensemble gehörten neben Therese Giehse, Erich Ponto oder Friedrich Domin auch seine zweite Frau Maria Nicklisch. (Ur)Aufführungen von Dürrenmatt, Miller, Giraudoux, Albee u.v.a. entstanden. Schweikart war stets auch pädagogisch tätig und leitete während seiner Kammerspielzeit die Otto Falckenberg-Schule in München.

Nach 1963 widmete er sich unermüdlich als "Freiberufler" an den verschiedensten Bühnen der BRD und des Auslands der deutschen und fremdsprachigen Gegenwartsdramatik. Schweikart hat im Laufe seines Lebens auch eine Reihe von Bühnenstücken, Romanen und Abhandlungen verfasst. Im noch jungen Massenmedium Fernsehen führte Hans Schweikart mehrfach Regie und trat in verschiedenen Rollen auf. So war er gelegentlicher Gaststar in der ZDF-Krimiserie "Der Kommissar".

1955 wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, 1961 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. In dritter Ehe war er mit Carlotta Schweikart, geb. Vetrone, verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor: Martin (geb. 1951) und Andreas (geb. 1952).

Hans Schweikart starb am 1. Dezember 1975 im Alter von 80 Jahren in München.

(Text mit freundlicher Genehmigung entnommen von www.hans-schweikart.de)


Weitere Informationen zu Hans Schweikart

 

Nebel

Ein Stück in drei Akten
2D, 8H, 1 Kind, Nebendarsteller

William F. Burnes hat sich nach einem Geschäftskrach vor 8 Jahren auf sein Landhaus zurückgezogen. In einem Prozess wurde er freigesprochen, doch sein Prokurist bekam 5 Jahre Zuchthaus. William Burnes hat vor 3 Jahren Florence, die ehemalige Sekretärin seines Rechtsberaters, geheiratet. Von ihrer Vergangenheit hat sie ihm nichts erzählt, da sie ihn nur aus materiellen Gründen geheiratet hat.

Eines Tages geschieht ein mysteriöser Einbruch, bei dem ein kostbarer Ring gestohlen wird. Detektiv Schubert erscheint mit seinem Chauffeur John. Die Vernehmungen ergeben ein kompliziertes Bild. Hineingezogen wird auch noch der Stiefbruder von William, Hector. Es stellt sich heraus, dass sich Hector und Florence von früher kennen - und offenbar ist da mehr zwischen den beiden. William Burnes wird schließlich von Schubert erschossen aufgefunden. So geraten Hector und Florence unter Mordverdacht. Überraschend lichtet sich der Nebel, und die Verkettungen lösen sich...