Aktuelle Nachrichten

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Stipendien für Ruth Johanna Benrath und Esther Becker
ASSITEJ e.V. und KJTZ haben angesichts der aktuellen Corona-Krise fünfzehn...

"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
"Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


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Aktuelle Stücke
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Bild von Marieluise FleißerFleißer, Marieluise
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Marieluise Fleißer wird am 23. November 1901 in Ingolstadt geboren. Nach ihrem Abitur 1919 beginnt sie ein Studium der Theaterwissenschaft bei Arthur Kutscher an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie lernt dort Lion Feuchtwanger und über ihn Bertolt Brecht kennen. 1925 schreibt sie ihr erstes Drama "Die Fußwaschung", das 1926 unter dem Titel "Fegefeuer in Ingolstadt" an der Jungen Bühne im Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wird. Auf Anregung Brechts schreibt Fleißer das Stück "Pioniere in Ingolstadt", das 1929 am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt wird und einen Theaterskandal hervorruft. Ihr Leben ist in den nachfolgenden Jahren belastet von finanziellen und psychischen Krisen. 1935 heiratet sie den Tabakwarengroßhändler Sepp Haindl, in dessen Geschäft sie mitarbeiten muss. Sie veröffentlicht nach den Uraufführungen ihrer ersten Stücke unter anderem eine Reihe von Erzählungen sowie die Dramen Karl Stuart (1944) und Der starke Stamm (1945). 1972 gibt der Suhrkamp Verlag ihre gesammelten Werke heraus. Für ihr literarisches Schaffen erhält sie etliche Auszeichnungen, darunter 1973 den Bayerischen Verdienstorden. Am 2. Februar 1974 stirbt Marieluise Fleißer in Ingolstadt. Seit 1981 vergibt ihre Heimatstadt den Marieluise-Fleißer-Preis.

 

Karl Stuart

1D, 23H, 2 Kinder
UA: 2009, Theater Dortmund

"'Karl Stuart' ist ein historisches Schauspiel, ein Königsdrama um Karl I., Enkelsohn der Maria Stuart und ab 1625 Herrscher über England, Schottland und Irland. Karls Krone fehlt Geld. Seit Jahren regiert er ohne Unterhaus, jetzt will er sich mit dem Parlament versöhnen. Das aber geht nicht auf seinen Plan ein, sondern verhaftet Karls engsten Vertrauten, den Grafen Strafford. Der König leidet, seine Frau Henrietta, die Prinzessin aus dem katholischen Frankreich, kann den Verlust – auch wenn sie sich noch so sehr bemüht – nicht ersetzen. Das Parlament will den König stürzen. Hier handelt jeder nur aus egoistischen Gründen. Fleißer schrieb das Stück um Krieg, Hinrichtungen im Namen der Gerechtigkeit und Machtmissbrauch während des Zweiten Weltkriegs (...) Fleißer spürt die unmenschlichen Strukturen der Macht auf, beim König, der um ihretwillen Kriege führt, bei der Kirche, die mit ihrer Hilfe andere unterdrückt, bei den fanatischen Verfechtern der Demokratie. Die Schriftstellerin bearbeitet die großen Themen, andere ihrer Sätze aber weisen überraschend für kurze Momente ins eigenwillig Poetische." (Nachtkritik)

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch