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"Der Vorname" am Theater Baden-Baden
Am 25. Juni hatte Katrin Hentschels Inszenierung des Komödien-Klassikers Der...

"Kopfkino" von Thomas Zaufke und Peter Lund gewinnt beim New York Independent Film Festival
Thomas Zaufke und Peter Lund haben mit ihrem Musicalfilm Kopfkino beim New...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Ab 9. Mai werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...


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Bild von Alexandra BadeaBadea, Alexandra

Alexandra Badea, 1980 in Rumänien geboren, studierte in Bukarest Regie. Seit 2003 lebt sie in Paris und arbeitet als Regisseurin, Drehbuchautorin und Bühnenbildnerin in Frankreich und Rumänien. Seit 2009 werden ihre Stücke, die sie auch selbst inszeniert, bei L’Arche Editeur in Paris verlegt. Ihr Stück Zersplittert wurde 2013 mit dem Grand Prix de Littérature Dramatique ausgezeichnet, als Hörspiel in Frankreich und Deutschland gesendet und am Théâtre National de Strasbourg uraufgeführt. 2015 wurde sie damit zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen und das Stück im darauffolgenden September am Schauspielhaus Graz erfolgreich erstaufgeführt. Die Uraufführung ihres zweiten Stückes Ich schaue dich an fand ebenfalls im Herbst 2015 am Theater Freiburg statt.

 

Ich schaue dich an

(Je te regarde)
Deutsch von Jarg Pataki
2D, 2H
UA: 17.10.2015, Theater Freiburg in Kooperation mit dem Théâtre National de Strasbourg und La Filature Mulhouse

Vier Personen sitzen anonymisiert in verschiedenen Winkeln des globalen Cyberspace: Ein Konzernchef verliebt sich in eine aufstrebende Angestellte am anderen Ende der Welt, wird jedoch von seiner dynamischen Ehefrau ertappt. Eine Gefängniswärterin gerät in emotionale Abhängigkeit zu einem Inhaftierten, der versucht sie auszunutzen. Der Sicherheitschef eines Flughafens hat Schwierigkeiten, mit den neuen Sicherheitssystemen Schritt zu halten. In einer entscheidenden Minute ihres Lebens werden sich diese vier kontrollsüchtigen Menschen in der echten Welt begegnen. Bis dahin verbringen sie ihre Lebenszeit in virtuellen Schnittstellenbeziehungen mit Avataren, auf Dating Sites oder vor Spycams. Sie lächeln und flirten mit der Überwachungskamera, selbst die Einschätzung des persönlichen Glücks wird einem Computerprogramm überlassen. Der Mensch wird die Marionette des Computers.

Namenlos und nur durch Usernummern gekennzeichnet sind die vier Protagonisten in Alexandra Badeas neuem Stück Ich schaue dich an. Regelrecht entpersonalisiert ist auch ihr Alltag. Das Leben funktioniert und fließt dahin, doch im Wechsel von Kontrolle und Selbstkontrolle, dem Spiel von Distanz und Nähe, von Realität und projizierter Wirklichkeit, kommen sie selbst nicht mehr vor. Alle privaten Wünsche, Sehnsüchte, Gefühle finden nicht gelebt, sondern nur digitalisiert statt. Man kennt sich, fast jede Information lässt sich irgendwie beschaffen und doch kennt man sich nicht. Man scheitert an seinem Leben, aber solange die Repräsentation im Internet stattfindet, findet man als Person statt. Das digitale Abziehbild wird zum Beweis der eigenen Existenz. Badea beschreibt sensibel und nüchtern ein großes Dilemma unserer Gegenwart. Die Menschen kommen nicht zueinander, sondern spalten sich in Parallelwelten ab. Das reale Zusammentreffen hingegen steigert sich hier zur Katastrophe.

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