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"Autoren schlagen Alarm" (Der Tagesspiegel)
Der Tagesspiegel berichtete am 12. Mai über ein drängendes Problem im Zuge...

Neu: "Gigiwonder. Die Geschichte eines Beins" von Vera Schindler
Die Arbeiten laufen gut und Gigis Augen werden schwer. Als er aufwacht, ist...

"Der Fiskus" von Felcia Zeller in Mülheim
Felicia Zellers Stück Der Fiskus wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis...

Sina Ahlers und Johanna Kaptein beim Heidelberger Stückemarkt
Sina Ahlers und Johanna Kaptein sind mit ihren Stücken Schamparadies und...

Neu: "Noch einen Augenblick" von Fabrice Roger-Lacan
Suzanne liebt ihren Mann wie eh und je, auch wenn der eifersüchtige Julien...

Neu: "Wie der Vater, so der Sohn" von Clément Michel
Was, wenn Vater und Sohn eines Morgens im Körper des anderen aufwachen?...

Stipendien für Ruth Johanna Benrath und Esther Becker
ASSITEJ e.V. und KJTZ haben angesichts der aktuellen Corona-Krise fünfzehn...

"Alles was Sie wollen" und "Wir kommen" bei den PTT
"Noch ist nicht klar, ob wir die neunten Privattheatertage vor Publikum...

Ariane Koch beim Hans-Gratzer-Stipendium 2020
Am 22. Mai ab 20 Uhr werden die Stückentwürfe der sechs Finalist*innen des...

Neu: "Hawaii" von Cihan Acar
Es sind die heißesten Tage im Jahr, Hundstage, die, so glauben manche,...

Neu: "Wolf unter Wölfen" (Oper) von Søren Nils Eichberg und John von Düffel
"Es ist hungrige Zeit, Wolfszeit. Wer stark ist, lebe! Aber wer schwach ist,...

Neu: "Polly" von Fabrice Melquiot
Als Polly auf die Welt kommt, kann niemand sagen, was er-sie ist: Junge?...


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Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Die Barcarole

Eine Aufregung
2D, 8H, Statisterie

Vorstellung Hamlet, Pause, die Darsteller treffen im Konversationszimmer hinter der Bühne zusammen. Man hat die Rollen noch nicht abgelegt, parliert in Reimen. Einer spielt auf dem Piano die Barcarole aus "Hoffmanns Erzählungen", was im Aberglauben der Theaterleute Unglück bringt. Um sich die Zeit zu vertreiben, erzählen sich die Herrschaften reihum Horroranekdoten, die sich um das Musikstück ranken, und als aufgrund eines Defekts des Eisernen Vorhangs die Pause eine unfreiwillige Verlängerung erfährt, reichert man das Warten mit Stegreiftheater nach Punkten an (einer Charade, die am ehesten vergleichbar ist mit dem heutzutage so beliebten Theatersport), wobei sich private Konflikte und Liebeshändel knatternd verknittelt ins muntere Spiel mengen.

Die Barcarole porträtiert ungemein amüsant den Jahrmarkt der Eitelkeiten unter Künstlern und Möchtegerns. Und nicht nur der "Hamlet" (der sich als roter Faden durch das Lebenswerk des Dichters zieht) wird frech zitiert – hemmungslos und mit erfrischender Scharfzüngigkeit plündert der Autor unverhohlen den gesamten Fundus der Klassik, macht vor dem "Faust" nicht Halt noch vor jedwedem bürgerlichen Trauerspiel, und entfaltet so einen kunterbunten Fächer, der nicht nur Kenner des Repertoires zu Lachtränen reizt, sondern auch wegen seines Volkstheateranspruchs und seiner herzhaft vulgären Repliken dem breiten, Comedy-gewöhnten Publikum große Freude bereiten dürfte.


Dieses Stück ist Teil von:

Seifenblasen
Drei Einakter mit einem Vor- und einem Nachspiel
5D, 8H