Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Krasnojarsk" von Johan Harstad
Am 19. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Johan Harstad...

UA: "Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?)" von Volker Schmidt am Staatstheater Darmstadt
Am 16.10.2020 hat Staatstheater represent (Wo ist Emilia G.?) Uraufführung am...

Nestroy-Preis für Mathias Spaan
Für seine Inszenierung "Die Nibelungen" nach Friedrich Hebbel ist Mathias...

Aller guten Dinge sind drei – Spielzeitstart mit Auftragswerken im KJT
Politisch, aufwühlend, berührend: Als Auftragswerke entstanden, feierten zum...

UA: "König Midas - ich! Oder: Wie werde ich klug?" in Wiesbaden
Am 6. Oktober feiert Katrin Langes Stück König Midas - ich! Oder: Wie werde...

UA: "Geld, Parzival" von Joël László am Vorarlberger Landestheater
Am 4. Oktober ist die Uraufführung von Joël Lászlós Stück Geld, Parzival am...

UA: "Soko Pisa – Die DDR in 40 Minuten" von Jörg Menke-Peitzmeyerin Radebeul
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit feierte das Klassenzimmerstück Soko...

UA: "Schleifpunkt" von Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen
+++ Vorstellungsausfall! Aufgrund einer Covid-19-Infektion im Grazer Team...

Hörspiel:"Laute Nächte" von Thomas Arzt
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Laute Nächte von...

UA: "NO PLANET B" von Nick Wood am Theater Kempten
Am 17. September 2020 feiert das Auftragswerk NO PLANET B von Nick Wood am...

UA: "Paul*" am Theater Kanton Zürich, Winterthur
Am 21. September 2020 feiert das Auftragswerk Paul* von Eva Rottmann am...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Sébastien AzzopardiAzzopardi, Sébastien

Sébastien Azzopardi und Sacha Danino kennen sich seit ihrer Kindheit und bevor sie gemeinsam eine Truppe gründeten, arbeitete S. Azzopardi bereits erfolgreich als Regisseur, Schauspieler und Autor in der französischen Theaterszene. Seit 2013 ist er Ko-Direktor des Palais Royal in Paris. Ihr erstes gemeinsames Werk war eine Bearbeitung von "In 80 Tagen um die Welt" (2006), welche ganze 10 Jahre auf den Spielplänen verschiedenster Pariser Theater stand und über 3000 Aufführungen erlangte. Sie bekamen den Prix Charles Oulmont, eine Nominierung beim Prix Raimu de la Comédie und den Prix du Public beim Festival d’Anjou 2007. Auch "Mission Florimont", nominiert für den Molière in 2010, und "Coup de Théâtre" (2014) wurden zu nachhaltigen Erfolgen des Autorenduos. Mit ihrem Schreibstil versuchen sie das Universum der bürgerlichen Salonkomödie zu verlassen und die Mittel des klassischen Theaters, der Commedia dell’arte und des Kabarets mit einem filmischen Rhythmus zu verknüpfen. Diese fesselnde Mischung aus Dynamik, lebendiger Replik und szenischer Entdeckung zeichnen den langfristigen Erfolg ihrer Produktionen im Pariser Theaterleben aus.

 

Das Gewissen vergisst nie

(La dame blanche)
Annette und Paul Bäcker
4D, 6H
UA: 10.09.2015, Théâtre du Palais-Royal Paris
frei zur DSE

Spät nachts in den Wäldern der Bretagne. Autoscheinwerfer, Regen, Bremsquietschen - ein Schrei. Der junge Polizist Malo weiß selber nicht richtig wie ihm geschieht, doch Alice ist auf einmal tot. Eben hatten sie sich noch gestritten, denn seine Ehefrau ist schwanger und obwohl er Alice wirklich liebt, kann er Céline und das Kind nicht im Stich lassen. Was nun? In seiner Panik versteckt er die Leiche im Wald. Das Leben muss gerade jetzt weiter gehen! Ein paar Monate später kommt eine junge Frau in seine Wache und meldet ihre Schwester als vermisst. Es ist Nina, Alice Schwester und dieser zum verwechseln ähnlich. Nina spürt, dass Alice etwas zugestoßen ist und Malo gibt vor ihr helfen zu wollen. Ninas Auftauchen ist jedoch nicht die einzige Verunsicherung. Malo hört Stimmen, in seiner Wohnung passieren komische Sachen und alles deutet darauf hin, dass Alice ihre Rechnung aus dem Jenseits heraus mit ihm begleichen will. Schließlich wird ihre Leiche gefunden und der Verdacht fällt, durch Malo manipuliert, auf Victor, ihren schwachsinnigen Nachbarn. Dieser wird verhaftet und zunächst sieht es so aus als wenn Malos perfider Plan aufgeht. Doch Alice setzt ihm durch ihren Spuk derartig zu, dass sein Kollege Alex verdacht schöpft und die Wahrheit ans Licht kommt. Victor wird entlassen und will sich stellvertretend an Nina rächen. In einem fantastischen Verfolgungs-Showdown wird dies verhindert und die aufgebrachte Seele von Alice besänftigt, damit sie endgültig im Totenreich Ruhe findet.

Kann man sich im Theater fürchten? Schon beim Scannen der Eintrittskarte im altehrwürdigen Palais Royal wurde man bei der Inszenierung von Untoten in wunderbar hässlichen Kostümen derartig angefaucht, dass sich sofort der Lachmuskel aktivierte. Hier war die Sache klar. Fürchten Sie sich und lachen Sie! Angesiedelt zwischen Fantasy-Krimi, Horror und Komödie, in einer Kombination aus Magie, Spezialeffekten, Interaktion mit dem Publikum und filmischen Schnittelementen bietet das Stückkonzept der Autoren ein einzigartiges Zuschauererlebnis, welches Spannung, Grusel, eine Liebesgeschichte und eine gehörige Portion Humor bereit hält und unvergessen bleibt. Das Gewissen vergisst nie wurde 2016 für in drei Kategorien für den Prix Molière nominiert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch