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Am 16. Oktober war die Uraufführung von Sergej Gößners Stück Der fabelhafte...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und Cameron Mitchell in Hannover und Ingolstadt
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Vier außergewöhnliche Operettenpremieren im Oktober
Im Oktober haben vier interessante Operetten-Raritäten Premiere: Der liebe...

UA: "Mein Jimmy" von Werner Holzwarth
Werner Holzwarth, Autor des Bestsellers Vom kleinen Maulwurf, der wissen...

"Der liebe Augustin" von Leo Fall am Theater Görlitz
Mit Der liebe Augustin hat eine der bekanntesten Operetten Leo Falls am 2....

UA: "Slapstick" von Wieland Schwanebeck am GHT Görlitz-Zittau
Am 16.10. war die Uraufführung von Slapstick von Wieland Schwanebeck am...

UA: "Rotkäppchen und Herr Wolff" von Sergej Gößner am RLT Neuss
Am 28.10. ist die Uraufführung von Rotkäppchen und Herr Wolff, das Sergej...

Wir trauern um Ulf Nilsson
Die Bücher von Ulf Nilsson wurden in den vergangenen 40 Jahren zu wahren...

Hörspiel: "Pig Boy. 1986-2358. Replay der Menschwerdung" von Gwendoline Soublin
Schweine-Junge, Schweine-Prozess, Schweine-Utopie: In drei Episoden einer...


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Bild von Emma BroströmBroström, Emma

Emma Broström, geboren 1980 in Västerås, studierte in Göteborg Film- und Fernsehdrehbuch und anschließend Szenisches Schreiben an der Theaterhochschule in Malmö. Sie arbeitet heute als Drehbuchautorin, Dramatikerin und Dramaturgin. Emma Broström hat mehr als 30 Stücke sowohl für junges Publikum als auch Erwachsene geschrieben, die u. a. an Stockholms Stadsteater, Radioteatern, Malmö Stadsteatern, Backa Teatern und am Folkteater in Göteborg gespielt wurden. Mehrere ihrer Kinderstücke wurden zu den besten Inszenierungen des Jahres gewählt und zur schwedischen Theaterbiennale eingeladen. Emma Broström schrieb das Drehbuch für den Jugendfilm "Die Herde", der auf der Berlinale 2015 einen Gläsernen Bären gewann.

 

Das Mädchen von weither

(Flickan från Långt borta)
Bühnenfassung von Emma Broström
nach dem Kinderbuch von Annika Thor und Maria Jönsson
für Kinder ab 4 Jahren
Deutsch von Jana Hallberg
2D
UA: 11.09.2015, Regionteatern Blekinge Kronoberg Växjö
DSE: 19.01.2018, Neue Bühne Senftenberg

Ein dunkler Wald. Tiefer Schnee. Tannen, die sich im Wind wiegen. Der Mond ist am Himmel ganz allein. Er blickt auf ein kleines rotes Knäuel, das sich durch den Schnee kämpft. Knirschender Schnee. Stille sonst. Das rote Knäuel ist ein kleines Mädchen in einer viel zu großen roten Daunenjacke. Es ist ganz allein. Es friert. Am Ende des Tannenwäldchens entdeckt es ein Licht. Man kann fast hören, wie sein Herz unter der dicken Jacke pocht, als es vor der Hütte steht und all seinen Mut zusammennimmt. Das Mädchen klopft zaghaft an die Tür, dann trommelt es mit den kleinen Fäusten ans Fenster. Die Graue ist ganz versunken in die wunderbare Einsamkeit vorm Kamin. Und sie ist nicht auf Besuch eingestellt. Doch diese warme Stille ist genau das, wonach sich das Mädchen sehnt. Endlich ankommen und nicht mehr allein sein. Und bleiben.

Widerwillig öffnet die Graue die Tür. Was ist das für ein Mädchen, was im dunklen Wald alleine unterwegs ist? Wo kommt es her? Wo gehört es hin? Eine warme Milch, die die Graue kocht, weckt Erinnerungen an das ferne Zuhause. Die Kleine versucht, die richtigen Worte zu finden, plappert der Grauen alles nach und probiert deren Wörter in ihrem kleinen Mund. Sie beginnen ihr zu schmecken und es kehrt Leben in das Kind. Eine Nacht darf es bleiben, aber dann muss es wieder gehen. Denn die Graue liebt die Einsamkeit, die Ruhe – all das, was das Mädchen zu überwinden versucht. Das Mädchen von weither, basierend auf dem schwedischen Bilderbuch von Annika Thor und Maria Jonsson (im Oetinger Verlag unter "Das Mädchen von weit weg" erschienen), ist ein leises, unprätentiöses, berührendes Stück über eine ganz besondere Annäherung. Was passiert, wenn wir unsere Türen öffnen?