Aktuelle Nachrichten

"Der fabelhafte Die" von Sergej Gößner uraufgeführt
Am 16. Oktober war die Uraufführung von Sergej Gößners Stück Der fabelhafte...

Neu bei FBE: "Ein Lebensgefühl" von Claudine Galea
Was bedeutet es, zu schreiben? Was bedeutet es, zu leben, lebendig zu sein?...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und Cameron Mitchell in Hannover und Ingolstadt
Wir freuen uns auf zwei Premieren von Stephen Trasks und John Cameron...

DE: "The Party" von Sally Potter an den Bühnen Halle
Am 30.10. ist die deutsche Erstaufführung von The Party nach dem Film von...

Vier außergewöhnliche Operettenpremieren im Oktober
Im Oktober haben vier interessante Operetten-Raritäten Premiere: Der liebe...

UA: "Mein Jimmy" von Werner Holzwarth
Werner Holzwarth, Autor des Bestsellers Vom kleinen Maulwurf, der wissen...

"Der liebe Augustin" von Leo Fall am Theater Görlitz
Mit Der liebe Augustin hat eine der bekanntesten Operetten Leo Falls am 2....

UA: "Slapstick" von Wieland Schwanebeck am GHT Görlitz-Zittau
Am 16.10. war die Uraufführung von Slapstick von Wieland Schwanebeck am...

UA: "Rotkäppchen und Herr Wolff" von Sergej Gößner am RLT Neuss
Am 28.10. ist die Uraufführung von Rotkäppchen und Herr Wolff, das Sergej...

Wir trauern um Ulf Nilsson
Die Bücher von Ulf Nilsson wurden in den vergangenen 40 Jahren zu wahren...

Hörspiel: "Pig Boy. 1986-2358. Replay der Menschwerdung" von Gwendoline Soublin
Schweine-Junge, Schweine-Prozess, Schweine-Utopie: In drei Episoden einer...


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Charell, Erik

Erik Charell, geboren am 8. April 1894 in Breslau als Erich Karl Löwenberg, studierte Tanz und gründete das Charell-Ballett, mit dem er mehrere Jahre erfolgreich durch Europa tourte. 1924 kehrte er nach Deutschland zurück und brachte seine erste Revue "An Alle" heraus. Zwei Jahre später ging er dazu über, Operettenklassiker wie "Die lustige Witwe" mit jazzigen Elementen zu modernisieren. Seine eigenen Operetten, die in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ralph Benatzky entstanden, sind bis heute berühmt. Dazu zählen "Casanova" (1928), "Die drei Musketiere" (1929) und "Im weißen Rössl" (1930). Letzteres wurde sein erfolgreichstes Werk und wurde in den darauffolgenden Jahren auch in London, Paris und New York aufgeführt und 1952 schließlich mit Johannes Heesters sogar verfilmt. Spätere Stars wie Marlene Dietrich und Hans Albers verschaffte er erste Auftritte unter seiner Regie und engagierte die "Comedian Harmonists" für "Casanova", was für die Gruppe der Durchbruch bedeuten sollte. 1931 übertrug ihm die UFA die Regie für den späteren Kinoschlager "Der Kongreß tanzt". Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde der Vertrag jedoch 1933 gelöst und Charell emigrierte in die USA. Nach Ende des zweiten Weltkrieges kehrte er nach Deutschland zurück und konnte mit "Feuerwerk" am Staatstheater am Gärtnerplatz, München noch einmal Erfolge verzeichnen. 1969 wurde ihm das Filmband in Gold verliehen als Anerkennung seines Schaffens. Am 15. Juli 1974 verstarb Erik Charell in München.

2010 widmete das Schwule Museum Erik Charell erstmals eine Ausstellung unter dem Titel "Glitter and be Gay: Erik Charell und die schwule Operette".