19.09.1193

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Die ganze Welt in meinem Zimmer" von Sergej Gößner und Klaus Schumacher
Eine Tür steht im Zentrum des Stückes - oder eher davor? Man könnte sie...

UA: "Effi" von Oliver Schmaering und Kay Wuschek am Theater an der Parkaue
Oliver Schmaerings und Kay Wuscheks Bearbeitung des Fontane-Romans "Effi...

UA: "Die Eisbärin" von Eva Rottmann am Theater Kanton Zürich
Eva Rottmanns Auftragswerk für das Theater Kanton Zürich, das...

"Lazarus" von David Bowie am Landestheater Linz
Die nächste Premiere von David Bowies und Enda Walshs Musical Lazarus findet...

Neu bei FBE: Mariana Leky "Was man von hier aus sehen kann"
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im...

Premiere: "Ein Stein fing Feuer" nach Eugène Ionesco am Staatstheater Nürnberg
Am Staatstheater Nürnberg eröffnet die neue Intendanz um Jens-Daniel Herzog...

DSE: "Rotterdam" von Jon Brittain am Rabenhof Theater, Wien
Am 25.09. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Jon Brittains Stück...

UA: "Nackt über Berlin" von Axel Ranisch am Neuen Theater Halle
Mit der Uraufführung von Axel Ranischs Roman Nackt über Berlin eröffnet das...

UA: "Heiß auf 2. Liga" von Jörg Menke-Peitzmeyer an den Hamburger Kammerspielen
Das Unfassbare ist geschehen: Bange Minuten bis zum Ende des letzten Spiels....

Wiederentdeckt: "Waisen" von Lyle Kessler
Zwei Brüder hausen in einem heruntergekommenen Gebäude in Philadelphia. Seit...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018: Nominierung für Fabrice Melquiot
Fabrice Melquiot ist mit seinem Stück Die Zertrennlichen (übersetzt von...


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Bild von Nicky SilverSilver, Nicky

1960 in Philadelphia geboren, zählt der Autor Nicky Silver heute zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern des amerikanischen Boulevardtheaters. Seine pointenreichen, häufig überdrehten Stücke beziehen sich auf chaotische Familienverhältnisse, Inzest, homosexuelle Beziehungsdramen und andere Katastrophen. Prägend wirkte nach eigenen Aussagen Silvers Herkunft aus einer jüdischen Familie, der Vater Finanzmakler, die Mutter sozialengagierte Pharmareferentin. Durch seine jüdische Herkunft und seine Homosexualität erlebte er sich immer wieder in belastenden Außenseiterpositionen.
1977 ging Silver nach New York, wo er sich in den Studiengang "Experimentelles Theater" einschrieb, zahlreiche Stücke verfasste und an kleinen Bühnen selbst inszenierte.
Anfang der 90er Jahre erfolgte sein Durchbruch in den USA, ab 1996 war er zunehmend in Deutschland erfolgreich.

 

Fit in Fesseln

(Fit To Be Tied)
Deutsch von Andreas Beck und Thomas McClymont
1D, 3H
UA: 20.10.1996, Playwrights Horizons New York
DSE: 13.06.1998, Hans Otto Theater Potsdam

Vor 15 Jahren hat der kleine Junge Arloc das gesamte Vermögen seines verstorbenen Vaters geerbt, während seine Mutter Nessa leer ausgegangen ist. Auch in diesem Stück von Nicky Silver, Spezialist für schwierige bis katastrophale Mutter-Sohn-Beziehungen, ist das der Start von lebenslangen Neurosen. Die leer ausgegangene Mutter war in eine Vernunftheirat geflüchtet, die sie nun nicht mehr aushält.

Als sie endlich den Rat Arlocs, aus dieser Ehe auszubrechen, befolgt, wird die sowieso delikate Mutter-Sohn-Beziehung auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. Denn für Nessa ist es selbstverständlich, dass Arloc sie aufnimmt. Und ebenso selbstverständlich verliebt sie sich in Arlocs Freund, den Schauspieler Boyd, den Arloc während eines Krippenspiels gesehen und noch im Engelskostüm abgeschleppt hat. Doch es stehen noch größere Schwierigkeiten ins Haus: Ein ungeöffneter Brief, der das Ergebnis von Arlocs Aids-Test enthält, liegt herum – ein von niemandem beachtetes Menetekel.