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"Ich schreibe keine Stücke, sondern Texte. Diese haben den Charakter eines Versuchs."
Oliver Kluck, Berlin


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Baader Panik

Besetzung variabel

In "Baader Panik" bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven Reisens am Beispiel Hauptmann gegen den Strich. Kraftvoll, komisch, in gewisser Weise gefährlich und etwas aus der Zeit gefallen: Der Dichter Gerhart Hauptmann liegt von höheren Mächten gefesselt, betreibt ein stilles Geschäft mit der Zersetzung seiner selbst. Gerade eben abgelebt, findet er endlich seine Sprache und begreift, dass seine Frau der Mann im Haus ist. Die Grenzen zwischen den Geschlechtern sind durchlässig geworden. Im Haus Plunder auf der Insel Hiddensee wird ein Bett frei. Junge Frauen und Männer müssen sich, während der Dichter aufgebahrt in seiner Kiste liegt, in der Kiste des Dichters ihrer Freiheit versichern. Ein Land macht blau. Die so dringend erwartete Beschreibung der tatsächlichen Verhältnisse wird auf übermorgen verschoben. Kein einziger Platz ist mehr frei im Intercity Express von Berlin nach Hamburg.

"Baader ist eine Figur in einer Geschichte mit dem Titel 'Baader Panik'. Ganz sicher bereitet es Baader ein ziemliches Vergnügen, dass Zensor in Baaders Arbeiten das Fehlen einer nachvollziehbaren Handlung erkennen möchte. Figuren, wie man sie in den Dramen eines Gerhart Hauptmann findet, kann man bei Baader lange suchen. Die so bereits im Kern angelegte Enttäuschung des Konsumenten bezeichnet Baader als Grundlage seiner Arbeit."

Eine Hörspielfassung wurde 2019 vom SWR produziert (Regie: Leonhard Koppelmann).

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