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Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
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Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
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Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Nina SegalSegal, Nina
© Aissatou Marie Balde 

Nina Segals Debüt "In the Night Time (Before the Sun Rises)" wurde 2016 am Gate Theatre in London uraufgeführt. Nina Segal war für den Yale Drama Prize 2016 und für die Andrian Pagan Award 2015 nominiert. Sie schreibt zurzeit Stücke im Auftrag des Bush Theatres und des HighTide Theatres in London. Mit Big Guns erscheint ihr erstes Stück in deutscher Übersetzung.

 

Big Guns

Deutsch von Thomas Arzt
2 Darsteller*innen
UA: 24.03.2018, The Yard Theatre London
frei zur DSE

In jeder dunklen Ecke des Raums könnte die Bedrohung auf dich warten. Vielleicht ist sie schon da, steht kurz vor ihrem Auftritt. Zwar verfolgst du auf deinem Smartphone gespannt die Videos von Menschen, denen Gewalt angetan wird. Aber was passiert, wenn die Gewalt hinter dem Bildschirm hervortritt? Zwei Stimmen holen das Grauen in den Bühnenraum. Sie erzählen von einem Mädchen, das die Gefahr unentwegt auf sich zukommen sieht; vom Traumpaar Ike und Kay, in deren Traumhaus sich zwischen skandinavischem Massenmobiliar der Horror breitmacht; und von Youtube-Star Leila, die live in ihrem Videokanal heimgesucht wird.

Nina Segals Text ist eine Versuchsanordnung über die Mechanismen, mit denen wir Gewalt in unser Leben lassen. Die makabre Lust an den Katastrophen und Gräueltaten, die wir über News Feeds, Social Media und in Full HD konsumieren. Zwei Performer spinnen Bilder und Geschichten über die Angst, die uns umgibt und mit der wir uns umgeben. In salvenartigen Rhythmen schießen die Worte auf das Nervenkostüm ein: "Pow pow pow pow".

"Das Stück arbeitet sich weniger an Figurenpsychologie oder linearen Erzählungen ab, es funktioniert durch eine Kombination von Wiederholungen, Abweichungen und Akkumulationen." (The Guardian)

"Nina Segal dreht einen Stein nach dem anderen um und legt die unsagbaren Schrecken frei, die sich darunter verbergen. Man kann nicht aufhören, dabei zuzuschauen. (...) Eine dunkle, komplexe Untersuchung unserer unersättlichen Clickbait-Kultur." (The Stage)

"Es war zu der Zeit, als die ersten IS-Enthauptungsvideos in den Medien gezeigt wurden. Es fühlte sich so seltsam an, weil die Nachrichtenredaktionen nicht wussten, wie sie mit den Bildern umgehen sollten. Das war es, das mich zu dem Stück anregte: die Frage, wie Gewalt und die Gewalt aus der fernen Welt sich mit der Funktionsweise westlicher Medien kreuzen."
(Nina Segal zur Uraufführung von Big Guns)

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.