20.09.2017

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von FALKNERFALKNER
Foto: Zerouati 

Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin.
Geboren als Michaela Falkner 1970 Österreich, arbeitet und lebt in Wien und Algier. Promovierte in politischer Psychologie (zum Thema Verbale Konstrukte).
FALKNER deklariert ihre Arbeiten, egal in welchem Medium, als Manifeste. Ein Gesamtwerk, das sie Stück für Stück, Nummer für Nummer entwickelt, festhält und fortschreibt, eine Welt- und Sehnsuchtsformel in mittlerweile 52 Teilen.
Der Gestus von FALKNERs Texten ist einer, der über alle Gattungs- und Genregrenzen hinweg eine Ausdrucksform sucht, die Text mit performativen, theatralisch-deklamatorischen Mitteln inszeniert. Dieser Text ist immer Partitur, egal welches Medium, welche Bühne er nutzt, die Inszenierung ist ihm eingeschrieben.

Hörspiel

Manifest 51 / DER VOGEL, DER VOGEL
Hörspiel WDR3 (Text & Regie; US 19.01.2017)

Manifest 50 / DU DARFST MICH TÖTEN, WENN DU MICH LIEBST
Hörspiel hr2 (Text & Regie; US 16.11.2016)
Auszeichnet als „Hörspiel des Monats November 2016“ durch die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste

Manifest 49 / DRAUSSEN UNTER FREIEM HIMMEL
Hörspiel WDR3 (Text; US 05.12.2015)
Ausgezeichnet für die Beste Schauspielerische Leistung bei den „ARD Hörspieltagen 2016“

Manifest 44 / DER SCHWARZE TRAUERZUG, AMSEL, DROSSEL, FINK UND STAR, DER RABE, DER RABE, DER UHU, DER UHU
Hörspiel Ö1 (Text und Regie; US 13.05.2014)
2015 Ausgezeichnet mit dem „Ö1-Hörspielpreis der Kritik“

Manifest 42 / HERZEN RAUBEN, WO DIE LIEBE AUSREICHEN WÜRDE
Hörspiel WDR3 (Text und Regie; US 22.03.2014)

Manifest 38 / NUR DIE SEKUNDE ODER ZWEI, die einer braucht, um nicht aufzugeben, um „Lügner, Lügner, Lügner“ zu brüllen, sobald sie wieder auftauchen
Hörspiel WDR3 (Text, Regie, Sprecherin; US 01.09.2012)

Buch

Du blutest, du blutest (Residenz Verlag 2011)

Kaltschweißattacken. Requiem für vor Euphorie aufgeschlagene Knie (Residenz Verlag 2009)

Falkner II. Eine Moritat in siebzehn Bildern (Czernin Verlag 2006)

A Fucking Masterpiece (Czernin Verlag 2005)

 

Manifest 51 / Der Vogel, der Vogel

Hörspiel
3D, 2H, Vogel

In einem abgeschiedenen Haus, von einem hohen Zaun umgeben, leben drei Kinder. Abgeschirmt und streng bewacht vor der Außenwelt. Bis die Welt selbst über den Zaun drängt. "Der Vogel, der Vogel" ist eine beklemmende Parabel, ein grausames Märchen, eine monströse Geschichte.
Tomas und seine beiden Schwestern Ida und Matilda erwarten Tomas‘ fünfzehnten Geburtstag mit Furcht, da sie wissen er wird ein Tier töten müssen, so wie es auch sie an ihrem fünfzehnten Geburtstag tun mussten.
Als Grenze für die Welt von Ida, Matilda und Tomas haben ihre Eltern den unüberwindbaren Zaun gesetzt. Die Eltern schüren Angst vor der Welt jenseits des Zaunes: Dort draußen leben wilde Tiere, vor denen sie sich schützen müssen. Drinnen herrscht ein strenges Regelwerk, dem sich alle unerbittlich unterordnen müssen. Wir blicken auf eine kleine gesellschaftliche Zelle, eine Familie die völlig dysfunktional und manipulativ ist. Seltsame Szenen von Intimität und Horror.
Die Kinder lieben den Garten, außer dem Haus ist es ihr einziger Aufenthaltsort, wo sie sein dürfen. Diese Erweiterung ihres Raumes wird von den Eltern immer wieder willkürlich genommen, angeblich locke ihr Geruch die Tiere an. Die kleine Gemeinschaft schottet sich ab, und doch sind alle Gedanken auf das Außen gerichtet. Und dieses Außen drängt zunehmend herein, etwas ist im Gange: immer mehr Singvögel kommen in den Garten. Die Kinder sprechen mit ihnen, stellen ihnen Fragen, wollen mit ihnen singen. Woher kommen diese Vögel? Was haben diese Vögel gesehen? Durch die innige Freundschaft zu einem der Vögel beginnt Tomas Zweifel an der inneren Logik seiner Familie zu hegen.
Am Ende erfahren wir, dass Tomas an seinem fünfzehnten Geburtstag einen Singvogel, DER VOGEL, töten und dann aufessen musste. Das Unerhörte ist geschehen: Das zu töten, das man beginnt zu lieben, zu dem man Vertrauen gefasst hat. Das Schluchzen Tomas‘ lockt alle Tiere jenseits des Gartens an den Zaun, im Epilog des Stückes stehen sich die Tiere und die drei Kindern gegenüber. Den Atem angehalten. Der Zaun dazwischen. Aus den Tierlauten schält sich eine Vogelstimme …

Produktion: WDR 2017 / 48' / Regie: FALKNER / Musik: Manfred Engelmayer

Zum Nachhören

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