13.12.2017

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Die Zertrennlichen
26.11.2017, Frankfurt am Main, Schauspiel Frankfurt

Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben
27.09.2017, Mannheim, Nationaltheater

Freiheit
21.09.2017, Wien, New Space Company / Blumenhof

Nichts von mir
22.09.2017, Berlin, Berliner Ensemble

Superhero
16.10.2014, Wiesbaden, Hessisches Staatstheater

Träume werden Wirklichkeit
15.05.2014, Dresden, Staatsschauspiel

Der Besuch der alten Dame
17.04.2014, Berlin, Deutsches Theater

Nachtgeknister
29.03.2014, Düsseldorf, Düsseldorfer Schauspielhaus

Jeder stirbt für sich allein
13.03.2014, Erlangen, das theater erlangen


Bild von Olivier GarofaloGarofalo, Olivier

Der luxemburgische Dramatiker und Dramaturg Olivier Garofalo wurde 1985 geboren. Sein erstes abendfüllendes Stück wurde 2005 bei dem Stückemarkt Texte 05 des Théâtre National du Luxembourg in einer szenischen Lesung präsentiert. Ab 2011 arbeitete Garofalo zunächst als Dramaturg, und ab der Spielzeit 2013/2014 als Chefdramaturg an der Badischen Landesbühne Bruchsal. Sein Stück Es ist, was nicht war wurde zu LiteraTour 2015 nach Luxemburg eingeladen und gastierte im Rahmen der Baden-Württembergischen Theatertage in Heidelberg. Garofalo ist Gründungsmitglied der Vernetzungstreffen der Dramaturgen des Kinder- und Jugendtheaters in Baden-Württemberg und der AG Landesbühnen der Dramaturgischen Gesellschaft. Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Olivier Garofalo als Dramaturg am ETA Hoffmann Theater Bamberg engagiert.


Weitere Informationen zu Olivier Garofalo

 

Heimat ist kein Ort

2D, 3H
UA: 18.03.2017, Théâtre National du Luxembourg Luxembourg

Susanne Ruprecht steht kurz vor der Vollendung ihres Lebenswerks. Bald soll das Friedrich-Hecker-Haus eröffnet werden, ein Heim für Wohnungslose, die durch explodierende Mietpreise aus der aufstrebenden Stadt gedrängt werden. Denn Baudezernent Karl Burger will sich mit dem radikalen Umbau der Stadt selbst ein Denkmal setzen. Modern soll sie sein, neue Investoren anlocken, ein Zentrum für erfolgreiche, dynamische Menschen werden. Schnell wird klar: Das Heim, in das Susanne als designierte Leiterin all ihr Herzblut steckt, dient nur als Feigenblatt. Es soll den Anschein wahren, die Stadt kümmere sich nicht bloß um das Kapital, sondern auch um diejenigen, denen der Bau des neuen Gewerbegebiets oder die Eröffnung der neuen Bank keinen Nutzen bringen wird.

Während Susanne in ihrer Arbeitswut blind und taub die Arbeiten am Wohnheim bis zur nahenden Eröffnung vorantreibt, kommen ihrem Partner, dem Journalisten Jonas Schmidt, immer mehr Zweifel: Hat das Wohnheim nicht viel zu wenig Kapazitäten für die vielen aus der Stadt verdrängten Bürger? Wer soll von dem Bau wirklich profitieren? Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem zynischen Baudezernenten Karl Burger? Und wer ist die mysteriöse Obdachlose Else, die kurz vor Eröffnung plötzlich im Wohnheim auftaucht? Auch Susanne holen die Umstände ein: Burger schikaniert sie bei der Arbeit, wo er nur kann, will Kosten einsparen und die idealistische Susanne durch den scheinbar karrieristischen Makler Michel Weidenstrauch ersetzen. Dabei träumt dieser wie auch die anderen Figuren eigentlich nur von einem Zuhause, von Wurzeln, Familie – Heimat.

Im Auftrag des Théâtre National du Luxembourg nimmt sich Olivier Garofalo dieses Konflikts zwischen Burger und Bürgern an – eine Suche zwischen Ort, Ordnung und gefährlichen "Randerscheinungen".

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