26.09.3194

Aktuelle Nachrichten

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

UA: "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben" am Nationaltheater Mannheim
Die Uraufführung von Anja Hillings Stück Wie kann ich dich finden, zu mir...

DSE: "WiLd!" am Landestheater Detmold
Am Landestheater Detmold inszeniert Charlotte Van Kerckhoven die...

DSE: "Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau" an der Badischen Landesbühne Bruchsal
An der Badischen Landesbühne in Bruchsal kommt am 23. September Éric-Emmanuel...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...

Neu bei FBE: "Mimosa" von Esther Becker
Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als...

Neu bei FBE: "Die Reißleine"
Abby wohnt im Altersheim und soll gegen ihren Willen eine neue Zimmergenossin...

Neu bei FBE: "Fische" von Nele Stuhler
E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt,...

Neu bei FBE: "Du Gülsüm, ich Häschen" von Ruth Johanna Benrath
Du Dummi! Du Stummi! Hänschen wird gehänselt. Das Sprechen fällt ihm schwer....

Wiederentdeckt: "Road" am Royal Court Theatre London
Das Royal Court Theatre in London hat Jim Cartwrights Stück Road (Straße ohne...


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Kverndokk, Gisle
Geboren 1967 in Trondheim, ist Gisle Kverndokk einer der vielseitigsten Komponisten seiner Generation. Nach privatem Unterricht in Musiktheorie und...


Wiik, Øystein
Der Norweger Øystein Wiik erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo sowie in Wien, Bologna und London. Als Sänger und...


 

Mädchen extraschön

(Supersize Girl)
Plastische Oper in 10 Szenen
Musik von Gisle Kverndokk
Text von Øystein Wiik
Deutsch von Anja Tuckermann und Guntram Weber
ab 12 Jahren
2D, 4H
Orchesterbesetzung: Fl (Picc), Trp, Vlc, Kl
UA: 16.12.2013, National Gallery of Art Washington
frei zur DSE

Ein großer Bildschirm mit Amandas Facebook-Seite. Amanda und Albert mitten im heißen Chat. Morgen wird das erste Mal gedatet. Besser könnte es eigentlich nicht laufen. Eigentlich. Aber Amanda hat einen Fake-Account – mit Fake-Foto. Wieso bin ich hässlich, fragt sie ihre Mutter. Die sagt: Du bist nicht hässlich. Der Spiegel sagt: Es gibt innere Schönheit. Innere Schönheit am Arsch, findet Amanda. Ihr Arsch. Der ist auch nicht schön. Das Date naht. Langsam wird Amanda panisch, die Zeit wird knapp und es gibt immer noch keine Lösung. Auf dem Weg zur Schule trifft sie auf Merlin aus der Tonne. Er stellt sich als Zauberer und plastischer Chirurg vor. Amanda möchte von ihm schön gemacht werden – dafür hat er immerhin ein (ziemlich sitzlippiges) Küsschen bekommen. Wenn du aufwachst, sagt Merlin, wirst du Haare haben wie Kate Moss. Als Amanda aufwacht, sind ihre Haare grün. Amanda ist leicht irritiert. Gemeine Mitschülerinnen attestieren ihr aber Trendsetting-Qualitäten und so lässt Amanda sich auf den nächsten Eingriff ein. Stück für Stück wird sie verändert und sieht am Ende komplett daneben aus. Das Date. Albert erkennt sie nicht, verrät ihr aber, da sie ihn ununterbrochen zutextet, dass er herausgefunden hat, wie sein Date, das schon viel zu spät ist, in Wahrheit aussieht. Wunderschön! Amanda, ganz bleich unter ihrer grünen Matte, sucht wie verrückt nach Merlin. Endlich gefunden. Der ebenfalls liebeshungrige Merlin arbeitet aber nur, wenn er geküsst wird. Also knutscht sie ihn – und wird wieder sie selbst. Albert erkennt sie endlich wieder, die erste große Liebe kann beginnen.

"Mädchen extraschön" ist Musiktheater zwischen Oper, Operette und Musical. Øystein Wiiks Texte sind sowohl eine Hommage an Gilbert und Sullivan als auch eine Erinnerung an das American Songbook, Stephen Sondheim und alte Standards wie "The way you look tonight" oder "I’ve never been in love before". Gisle Kverndokks Musik zieht sämtliche Register großer Opern und spiegelt, durchaus auch mit dem ein oder anderen Augenzwinkern, die großen Gefühle und Dramen eines Teenagers, der akzeptiert werden und sich in seinem Körper zu Hause fühlen möchte.

Die Autoren haben "Mädchen extraschön" im Auftrag der New York Opera Society geschrieben.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.