24.11.9510

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"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am 26. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die...

"Alice" am Metrolpoltheater München
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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Slade, Stuart

Stuart Slade ist Theaterautor und Filmemacher aus London. Er ist Intendant des Londoner Kuleshov Theatre und künstlerischer Leiter der Filmproduktion Ivanov Films, mit der er u. a. Dokumentarfilme in Gaza, Südsudan, Haiti und Nepal realisiert hat. Darüber hinaus schreibt er Theaterstücke, darunter Flug BU21, „Cans“ und „Roots“ (alle Theatre503, London), die bisher in Spanien, Italien, Irland und Großbritannien gespielt werden.

 

Flug BU21

(BU21)
Deutsch von Anna Opel
3D, 3H
UA: 15.03.2016, Theatre503 London
frei zur DSE

"Aber dann denkst du so ‚Quatsch, so was passiert mir nie im Leben - oder? Das ist mehr so'n Andre-Leute-Ding, kein Ich-Ding’. Weil du dir nicht mal vorstellen kannst, dass es dir passiert. Und dann passiert es. Es passiert genau dir."

Thalissa erfährt auf Twitter, dass ihre Mutter tot ist. Ana war sonnenbaden und sitzt jetzt im Rollstuhl. Floss hat sich in der Küche ein Sandwich gemacht, als der Mann in ihren Garten stürzte. Die Affäre von Alex’ Freundin mit seinem besten Freund fliegt auf, weil sie beim Sex verbrennen. Clives Vater war an Bord des Flugzeugs, und Graham ist so was wie ein Held, ein Lebensretter, oder zumindest ist es das, was er allen sagt.

Stuart Slade erzählt in Flug BU21 von sechs Personen, die einen Terroranschlag überlebt, miterlebt oder jemand Nahestehenden dabei verloren haben. Das Stück basiert auf realen Zeugenberichten. Bei der Übertragung des dokumentarischen Materials in die fiktiven Geschichten gelingt Slade das Kunststück, über Trauer und Traumata zu sprechen, ohne in Betroffenheitsdramatik abzuschweifen. Der sich momentan ausbreitenden Angst begegnet Stuart Slade mit pechschwarzem Humor. Er nimmt wenig Rücksicht, hält uns selbst den Spiegel vor, entlarvt bloße Sensationsgier und schreckt nicht vor purem Zynismus zurück. Slade macht deutlich: Unser Umgang mit der Katastrophe ist entscheidend dafür, ob bestehende Vorurteile sich verfestigen und zweifelhafte Ideologien gestärkt werden.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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