28.07.2017

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Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Yolcu, Yüksel

Yüksel Yolcu wurde in der Türkei geboren und kam im Kindesalter nach Deutschland. Seine Schauspielausbildung absolvierte Yolcu zwischen 1990 und 1994 an der Hochschule der Künste Berlin und war anschließend bis 1997 Ensemblemitglied des carrousel Theaters an der Parkaue. Während dieser Zeit wirkte Yolcu in einer Reihe von Filmen mit. U. a. spielte er die männliche Hauptrolle in dem mit dem Prix Europa ausgezeichneten Kinofilm "So schnell geht es nach Istanbul" (Regie: Andreas Dresen).

1997-2000 studierte Yolcu Regie in Paris. Im Rahmen des Studiums folgten Arbeiten in Kopenhagen, Malmö und Götebourg. Seit 2000 lebt Yolcu wieder in Berlin und arbeitete zunächst als Regisseur für das carrousel Theater an der Parkaue und am Ballhaus Naunynstraße. Zwischen 2001 und 2007 inszenierte Yolcu vermehrt am Hans Otto Theater Potsdam. Für seine Inszenierung Fluchtwege von Nick Wood erhielt er 2003 den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin. Seit 2007 inszeniert Yolcu regelmäßig am GRIPS Theater. So z. B. "Haram" von Ad de Bond, Schnubbel und Ein Fest bei Baba Dengiz von Volker Ludwig. Seine Inszenierung Ohne Moos nix los von Jörg Isermeyer wurde 2011 für den Mülheimer KinderStückePreis nominiert. Für das GRIPS Theater bearbeitete und inszenierte er Inside IS nach dem Reisebericht von Jürgen Todenhöfer, das im Oktober 2016 zur Uraufführung gelangte.

Yüksel Yolcu entwickelte 2005 für die Neuköllner Oper eine neue Fassung der Leo Fall-Operette "Die Rose von Stambul" (zusammen mit Paul Brody) und bearbeite bearbeitete u. a. 2007 Ferdiun Zaimoglus Roman "Leyla" für das Hans Otto Theater Potsdam sowie 2014 "Mio, mein Mio" von Astrid Lindgren für das FEZ, Berlin.

 

Inside IS

Bühnenfassung von Yüksel Yolcu
nach Motiven des Buches "Inside IS – 10 Tage im ›Islamischen Staat‹" von Jürgen Todenhöfer
für Jugendliche ab 14 Jahren
1D, 5H
UA: 12.10.2016, Grips Theater Berlin

Jürgen Todenhöfers Report über seine Reise in den sogenannten Islamischen Staat liefert die dokumentarische Basis für Yüksel Yolcus theatrale Forschungsreise, die der Frage nach der Verführbarkeit junger Menschen durch radikale Ideologien nachgeht. Von der ersten Kontaktaufnahme über Skype bis hin zu den Erlebnissen vor Ort in Mosul: Es ist eine Begegnung mit Kämpfern voller Widersprüche, jungen Deutschen, die zum Islam konvertiert sind und sich radikalisiert haben, aber auch mit Müttern, die um ihre Söhne bangen.

Yüksel Yolcu lässt diese Figuren kaleidoskopartig aufblitzen und ergänzt sie durch eigene Recherchen über Rückkehrer aus Syrien und Gesprächen mit einem Imam, der mit jungen Moslems im Gefängnis arbeitet.

Der "IS" zieht Männer und zunehmend Frauen an, meist in einer Lebensphase, in der sie auf der Suche sind nach Orientierung und nach einem Platz in unserer Gesellschaft. Warum geraten gerade junge Menschen aus Europa in diesen Sog? Was versäumt unsere Gesellschaft, wenn diese Menschen darin kein alternatives Angebot für einen Lebensentwurf erkennen?

Der Journalist Jürgen Todenhöfer gilt als umstritten. Seit der Veröffentlichung von "Inside IS" 2015 steht er im Zentrum vor allem westlicher Kritik. Geschätzt wird er aber auch für sein Bestreben, präzise zwischen Islam und "Islamischem Staat" zu unterscheiden. Denn das ist die Voraussetzung für eine gemeinsame Auseinandersetzung jenseits rassistischer und religiöser Vorurteile.

Hinweis: Die Bühnenfassung ist erst nach der Uraufführung bestellbar.

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