18.10.2017

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Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
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Bild von Clément MichelMichel, Clément

Clément Michel, 1974 in Paris geboren, ist Autor, Schauspieler und Regisseur. Er feierte seine ersten Erfolge mit dem Stück "Le Carton", das zwischen 2001 und 2004 in Paris am Lucernaire, an der Comédie de Paris und am Théâtre des Variétés zu sehen war. Nicht minder erfolgreich waren seine Stücke "Début de fin de soirée", "Le grand bain" sowie Trennung für Feiglinge, die alle in den Folgejahren in Paris zur Uraufführung gelangten. Letzteres wurde durch die deutschsprachige Erstaufführung am Neuen Theater Hannover hierzulande ein permanenter Erfolg und international ebenfalls in Russland, Korea, Spanien, Mexiko und in der Türkei gespielt. Als Drehbuchautor und Regisseur zeichnete er 2013 für den Film "La stratégie de la poussette" verantwortlich. Er arbeitet derzeit an unterschiedlichen Projekten für Kino und Theater.

 

Die Rechnung

(L'addition)
Jakob Schumann
3H
UA: 10.06.2016, Théâtre de la Gaîté-Montparnasse Paris
frei zur DSE

Das Männerwochenende von Jules, Antoine und Axel beginnt mit einem ausgiebigen Abendessen und einer obligatorischen Sauferei. Axel bezahlt am Ende des Abends überschwänglich und großzügig die Zeche für alle drei Freunde. Soweit so gut. Am nächsten Tag jedoch bereut er seine Entscheidung und fordert seine Freunde auf, sich an der Rechnung zu beteiligen und ihm je ein Drittel zurückzuzahlen. Die beiden anderen sind perplex, doch zumindest Antoine ist einverstanden und zückt sein Scheckbuch. Jules hingegen weigert sich standhaft und von diesem Zeitpunkt an werden die Karten ihrer langjährigen Freundschaft neu gemischt. Das Treffen entwickelt sich zu einer vollumfänglichen Abrechnung im buchhalterisch besten Sinne der Generation 40+, bei dem jeder Fehler gegen jeden Mangel und jeder Betrug mit einem gekonnten Gegenschlag verrechnet wird. Und um wen und was geht es am Ende eigentlich? Die Frauen, die Liebe, den Sex! So entlarvt Jules in seiner Eifersucht Axel als Heuchler, in dem er ihm vorwirft, die Rechnung nicht aus freundschaftlicher Zuneigung bezahlt zu haben, sondern nur, um die „bombastische“ Kellnerin zu beeindrucken und nun die Kosten für diesen Moment des Triumphes auf die Freunde umzulegen. Und der sonst so schüchterne und verschlossene Antoine wird durch einen Zufall als Ehebrecher entblößt. Er erklärt daraufhin auch gleich, seine Frau und seine drei Töchter für die Geliebte verlassen zu wollen und mit ihr ein weiteres Kind zu bekommen, was vor allem bei Axel auf völliges Unverständnis stößt. Denn wie kann man nur mit einer Gleich-"Alten" ein Verhältnis haben?!

Die Rechnung ist Clément Michels fünftes Stück und wurde in der Uraufführung von David Roussel inszeniert, mit dem Clément Michel seit 20 Jahren zusammenarbeitet. Die Komödie bietet einen vergnüglichen und unverhüllten Einblick in die über Jahre eingefahrenen Freundschaftsstrukturen, Beziehungen und Lebensentwürfe. Wie auch im Vorgängerstück Trennung für Feiglinge setzt Clément Michel auf schnelle Dialoge, widersprüchliche Charakterzüge und eigenwillige Marotten, die seine Mitvierziger allesamt äußerst menschlich und sympathisch erscheinen lassen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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