26.05.2017

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Bild von Michael Alexander MüllerMüller, Michael Alexander
(c) Andreas Schlieter 

Michael Alexander Müller, 1959 in Lübeck geboren, studierte Kunst- und Politik an der Universität Hildesheim sowie Theaterpädagogik in Remscheid. Seit 1991 arbeitet er am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg in verschiedenen Funktionen, u. a. Leitung Theaterpädagogik, Projektleitung "Mobil", als Dramaturg und Autor. Außerdem ist er als Gastdozent an der Universität Hamburg sowie für Stiftungen und Akademien tätig.
Michael A. Müller erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Nominierungen und Stipendien: u. a. 2008 das "Stipendium Paul Maar" an der Akademie Wolfenbüttel, 2011 den Mülheimer KinderStückePreis für "Über die Grenze ist es nur ein Schritt", 2012 den Förderpreis "Nah dran" des kjtz Frankfurt sowie den Kinderstückepreis "Plattform 11+" des tjg Dresden. Seine bisherigen Stücke werden vom Theaterstückverlag, München vertreten.

Füße im Himmel, sein erstes Stück bei Felix Bloch Erben, wurde durch das "Stipendium zum Deutschen Kindertheaterpreis 2014" vom kjtz Frankfurt gefördert und beim Frankfurter Autorenforum 2014 sowie beim Boxenstopp am Theater der Jungen Welt 2015 vorgestellt.

 

Aufbruch / Inqilab

für Jugendliche ab 14 Jahren
2D, 4H
UA: 07.06.2016, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

"Es braucht nur ein einziges Streichholz und alles wird hier in die Luft fliegen. Zünden wir dieses Streichholz an! FREIHEIT! JETZT!"

Der zwanzigjährige Blogger Jared lebt in einem totalitären Staat. Mit Zehntausenden demonstriert er gegen die Zustände in seinem Land. Für ihn und seine Freunde ist es ein Aufbruch in Demokratie und Freiheit, für ihre Gegner ein Angriff auf die bestehende Ordnung, den die Militärs blutig niederschlagen wollen. Ein Konflikt, der nicht nur auf der Straße, sondern auch in Jareds Familie schwelt. Denn Lunis, der hart arbeitet, den Vater und das traditionelle Leben ehrt, kann seinen rebellierenden Bruder nicht verstehen. Die Werte, für die Jared kämpft, stürzen ihn in ein moralisches Dilemma. Als Jared verhaftet wird und spurlos verschwindet, macht Lunis sich auf die Suche nach ihm. Seine Reise führt ihn bis nach Deutschland.

Müller rückt die Anfänge des Arabischen Frühlings wieder in den Fokus. Die Hoffnung auf Veränderung, auf ein selbstbestimmtes Leben und Gerechtigkeit werden sich nicht einlösen. Der "Aufbruch" ist der einer ganzen Generation, ein politischer und doch zugleich ganz persönlicher und wird in seinem Stück vor allem als Bruch zwischen den Brüdern spürbar. "Besonders gelungen" ist Michael A. Müller "der Balanceakt, keine Position zu verraten". Die "beispielhafte, spannend aufbereitete Geschichte", die er erzählt, "bietet reichlich Diskussionsstoff und ist zugleich lebendiger Geschichtsunterricht" (Hamburger Abendblatt).

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