19.08.2017

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Oscar Straus
Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

Neu bei FBE: "Neonazi" von Timo F.
Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

Neu bei FBE: FALKNER
Die österreichische Schriftstellerin, Dramatikerin und Hörspielregisseurin...

Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

Neu bei FBE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot
Die neunjährigen Sabah und Romain kommen aus verschiedenen Welten, aber...

DSE: "Entweder … oder?" am Phosphor-Theater Aachen
Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
Am Trotz-Alledem-Theater in Bielefeld begibt sich ab 27. Juni Ulf Nilssons...

Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Sommertheaterpremieren Teil 1
Passend zur Hochsaison der Eheschließungen starten die diesjährigen...


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Bild von Anja TuckermannTuckermann, Anja

Geboren 1961 in Selb. Aufgewachsen in Berlin, wo sie heute noch lebt. Im Zuge ihres Engagements in der feministischen Mädchenarbeit gründet Anja Tuckermann die Zeitschrift Tigermädchen – Geschichten und Gedichte von Mädchen. Von 1988 bis 1992 arbeitet sie als Redakteurin beim RIAS-Kinderfunk und ist danach weitere fünf Jahre als freie Redakteurin und Autorin für den Kinderfunk beim Deutschlandradio Berlin tätig. 1988 erscheint ihr erster Roman Mooskopf beim Luchterhand Literaturverlag. Seitdem ist Anja Tuckermann als freischaffende Schriftstellerin und Journalistin tätig. Seit 1993 leitet und organisiert sie Schreibwerkstätten, Lesereihen und Seminare für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, u. a. am Staatstheater Stuttgart, für das Goethe-Institut in der Türkei, in Indien, in Jugendkunst- und Kulturzentren und Schulen in Deutschland und der Schweiz, für die Akademie der Künste, in der LiteraturWERKstatt sowie bei LesArt in Berlin. Mit ihrer Prosa sowie mit ihren Theaterstücken wurde Anja Tuckermann für zahlreiche Preise nominiert. Für "Denk nicht, wir bleiben hier" wurde die Autorin 2006 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

 

Nusret und die Kuh

Kinderbuch von Anja Tuckermann
mit Illustrationen von Mehrdad Zaeri und Uli Krappen

frei zur UA

"Alle sind zufrieden und alle haben Sehnsucht."

Nusret lebt bei Omi und Opi in einem kleinen, grün-bunten Bergdorf. Mit Hund und Hühnern, Gänsen und einer Kuh. Alle anderen Leute aber sind im Krieg von dort geflohen. Auch Nusrets Eltern, die mit seinen Geschwistern in Deutschland leben. Nusret verbringt seine Zeit am liebsten bei der Kuh. Wenn Omi sie melkt, singt Nusret der Kuh ein Lied vor. Sie ist sein bester Freund, ein Stück Familie und Heimat. Manchmal bringt der Briefträger einen Brief hoch oben auf den Berg. Dann brüht Omi Kaffee auf und Opi bietet den Platz mit der schönsten Aussicht an und Nusret darf mit Opis Messer den Brief öffnen. Und der Briefträger liest die Zeilen vor, die die Großeltern und Nusret nicht lesen können. Und nun soll Nusret zu seinen Eltern und in die Schule.

Das heißt Abschied nehmen, Omi und Opi allein zurücklassen und sie nur noch manchmal besuchen. Wenigstens die Kuh, die muss mit nach Deutschland kommen, damit er etwas von Zuhause bei sich hat. Die Reise beginnt. Das Ankommen auch. Nusret und die Kuh lernen lesen und schreiben und berichten von dem neuen Leben, von Freunden in der Schule, vom Brennball spielen, Witze erzählen und Fangen spielen. Vor allem aber von der Sehnsucht nach der alten Heimat, nach den Großeltern, der Wiese hinter der Küche, die nach Blüten, Kohl und Kräutern riecht und wo die Hühner einem auf die Nerven gehen. Beim nächsten Besuch in den Bergen bleibt die Kuh bei Omi und Opi. Schon wieder ein Abschied. Aber so kann die Kuh den Großeltern wenigstens Nusrets Briefe vorlesen.

Anja Tuckermann erzählt auf berührend einfache Weise von der Sehnsucht nach Heimat als ständigem Begleiter, vom Vermissen, Abschied nehmen und Ankommen. Immer wird ein Stück Sehnsucht bleiben, wird das neue Zuhause nicht das alte sein. Und umgekehrt. In der Einfachheit ihrer Worte liegen Poesie, Lebensfreude und eine herzerwärmende, kindliche Leichtigkeit. Gemeinsam mit den farbfrohen und dichten Illustrationen von Mehrdad Zaeri und Uli Krappen ist dieses Buch ein großer Glücksgriff. "Ein Bilderbuch voller Sehnsucht und Heimweh, aber auch eine Geschichte über wundersame Ich-Stärke und ureigenes Glück." (NZZ)

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, eine eigene Adaption dieses Kinderbuchs zu erstellen. Das Buch ist im Tulipan Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.


Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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