18.08.2017

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Oscar Straus, schon zu Lebzeiten eine international gefeierte Größe, erlebt...

"Kannst du pfeifen, Johanna?" von Ulf Stark an der Bayerischen Staatsoper
Am 8. Juli 2017 ziehen Groß und Klein, womöglich mit probehalber gespitzten...

Neu bei FBE: "SUPERBUHEI" von Sven Amtsberg
Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht...

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Timo war Neonazi. Obwohl er für die Ideologie nie etwas übrig hatte, landet...

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Sommertheaterpremieren Teil II
Wann gibt es wohl eine bessere Gelegenheit zum Sommernachtsträumen als an...

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Am 12. August 2017 feiert Jean-Claude Grumbergs schwarzhumorige Farce...

"Feuer fangen" von Luc Tartar an der Landesbühne Nord
In Wilhelmshaven feiert am 26. August Luc Tartars Feuer fangen an der...

Doppelte Auszeichnung bei den Privattheatertagen in Hamburg
Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurde als Abschluss der diesjährigen...

Erstaufführung: "Kommissar Gordon - Der erste Fall" von Ulf Nilsson in Bielefeld
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Rückblick: Uraufführung "Umständliche Rettung" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Essen
Am 28. April wurde am Schauspiel Essen das Stück Umständliche Rettung von...

Sommertheaterpremieren Teil 1
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Tartar, Luc

Luc Tartar ist Romancier, Schauspieler und Autor von über 20 Theatertexten. Seine Arbeit wird unterstützt durch das französische Kultusministerium und der SACD - Sociéte des auteurs et compositeurs dramatiques. Er gibt regelmäßig Schreibworkshops im gesamten französischsprachigen Raum und führt momentan ein Langzeitprojekt in mehreren Schulen im Großraum Lyon durch. Sein Projekt war für den pädagogischen Innovationspreis l’Audace artistique et culturelle 2015 nominiert. Seine Theatertexte sind ins Deutsche, Spanische und Serbo-Kroatische übersetzt.

 

Feuer fangen

(S'embrasent)
Deutsch von Jakob Schumann
3D, 2H
UA: 30.09.2009, Théâtre de Quat'Sous Montreal
DSE: 24.11.2016, Theater an der Parkaue Berlin

"So ein Kuss wie der ist wie ein kleiner Spalt Freiheit in den sich alle hineinstürzen."

Die Welt scheint stillzustehen in diesen Sekunden. Ausnahmezustand. Alle halten den Atem an: Latifa und Jonathan küssen sich. Mitten auf dem Schulhof. Aber ihr Kuss ist kein gewöhnlicher Kuss. Ihr Kuss ist wie Feuer, das einmal entfacht, gnadenlos um sich greift und im Herzen aller anderen einiges in Gang setzt, einen Kampf auslöst - mit sich, gegen sich, für sich. Es wird ausprobiert und herausgefordert: Davonfliegen, sich einschließen, sich streiten, kaltblütig sein, Recht haben, Angst haben, hängen bleiben, sprachlos sein, sich berauschen und aus der Haut fahren. Ein Funke, der auch auf die Lehrer und Eltern überspringt– Fragen aufwirft, Erinnerungen hervorruft: Erinnerungen daran, wie einfach so eine erste Liebe ist, aber auch daran, wie diese Liebe noch verletzen wird, wenn sie ausgebrannt ist. Liebe, die vorgegaukelt wird in Schnulzen im Fernsehen, die über die große Lücke im eigenen Leben hinwegtäuschen sollen. Noch einmal erinnern, an das erste Mal Lieben, das erste Mal Sex, das erste Mal Sorgen, ob man alles richtig macht. Ob man den Schülern die richtigen Antworten, ob man den Kindern die richtigen Ratschläge gibt und was bedeutet überhaupt "richtig"?

"Liebe ist wie in das Herz eines anderen fallen". (Anaïs) Der Autor Luc Tartar hat mit Mädchen und Jungen darüber gesprochen, was für sie Liebe ist und festgestellt, dass die Jugendlichen, die ihm so abgebrüht vorkommen, sich gar nicht mal so sehr vom damals jungen Luc Tartar unterscheiden. Die Ängste und Unsicherheiten sind die gleichen geblieben und bilden die Grundlage von Feuer fangen. Tartar verschmelzt die Gedanken der Jugendlichen zu einer poetischen und berührend direkten Collage, die vielen Themen auf die Spur geht: Liebe, Sex, Mangel an Liebe, einen Platz in der chaotischen Welt zu finden, mit sich selbst zu leben, mit anderen, mit den Eltern. Dabei entfacht er mit seinen Worten kleine persönliche Lauffeuer, die unsere Bedürfnisse, Wünsche und Träume in Bewegung bringen.

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