25.04.2018

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Neu bei FBE: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle
Am 28. April ist die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Die...

Esther Becker mit "Wildbestand" zum Heidelberger Stückemarkt 2018 eingeladen
Im Februar wurde Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu...

DE: "Extremophil" von Alexandra Badea am Prinz Regent Theater Bochum
Am Prinz Regent Theater Bochum findet in der Regie von Frank Weiß die...

Wieder bei FBE: "Hair", "La Cage aux folles" u. a.
Mit La Cage Aux Folles, Hair, Hello, Dolly! und Der kleine Horrorladen sind...

UA: "Jenseits der blauen Grenze" von Dorit Linke am Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock bringt Dorit Linkes Roman Jenseits der blauen Grenze...

DSE: "Runnin' Blue" von Anouk Saleming am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken
Am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken inszeniert Luca Pauer Runnin'...

DSE: "Dreizehn Leben" von Fin Kennedy am Theater Lübeck
Am 5. April feiert das Theater Lübeck die Deutschsprachige Erstaufführung von...

DSE: "Schatten eines Jungen" von Arne Lygre am Deutschen Theater Göttingen
Am 6. April inszeniert Ingo Berk die deutschsprachige Erstaufführung von Arne...

UA: "Schirokko" von Renate Ahrens am Theater Schloss Maßbach
Die Uraufführung von Renate Ahrens' Stück Schirokko inszeniert Daniela...


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Guilbault, Jean-François
Nach Abschluss des Schauspielstudiums 2008, studierte Jean-François Guilbault szenisches Schreiben an der Uni Montréal. Er gehört zu den Mitbegründern der...


Joubert, Andréanne
Die Schauspielerin Andréanne Joubert studierte am Conservatoire Lassalle und ist ein Allround-Talent. Nach ihrem Abschluss vertiefte sie ihre Erfahrungen in...


 

Unter W@sser

(Noyades)
Übersetzt von Frank Weigand im Auftrag des Saarländischen Rundfunks
1D, 2H
UA: 16.04.2014, RTA festival (théâtre pour ado) Laval
DSE: 26.04.2017, Teamtheater Tankstelle München

"Narzissus ist wie ein USB-Schlüssel, den ich ihnen ins Ohr schieben könnte. Eine direkte Verbindung zu ihren Gehirnen. Den Gehirnen der ganzen Schule."

Louis, 16, wird morgens durch die Superman-Titelmelodie geweckt, hat eine Schwester namens Eko und Mutter und Vater, die mit Fettucine Carbonara zum Mittagessen auf ihn warten. Alles ganz normal, zu normal. An dem Tag, an dem Louis’ Lehrerin im Computerraum vergisst, sich aus dem schulinternen Intranet auszuloggen, ist Schluss mit der Normalität. Er hat Einblick in Notenlisten, kann andere Nachsitzen lassen und das Beste ist: er hat alle Klausurvorbereitungen. Unter dem Pseudonym Narzissus bastelt Louis sich ein anonymes Profil im Internet mit einem Foto, auf dem statt seines Gesichtes ein Wolfskopf abgebildet ist und fordert seine Mitschüler auf, ihm ihre Wünsche zu schicken – Erfüllung garantiert. Skeptisch schicken sie ihm kleine Tests, wollen prüfen, wie viel Wahrheit hinter seinen Worten steckt. Als er die Schule ausfallen lässt, Lösungen für die Prüfungen verteilt und Noten verbessert, beginnt ein regelrechter Hype um Narzissus. Louis genießt die Berühmtheit und die Macht, die er über die anderen hat. Was lässig beginnt und für mehr Kick in seinem Leben sorgt, gerät langsam aber sicher außer Kontrolle. Seine eigene Schwester verliebt sich in ihn, genauso wie eine Unbekannte namens Sedna, die im Schwimmbad solange die Luft anhält bis sie ihrer Mutter näher zu kommen scheint. Sie kämpfen bis zur Selbstaufgabe um seine Aufmerksamkeit und Liebe und für alle drei wird aus einem Spiel plötzlich Ernst.

Andréanne Joubert und Jean-François Guilbault gelingt mit Unter Wasser ein aufwühlendes Stück über eine Generation, die nicht still steht, die bis in die letzten Winkel ihres Lebens Kameras mitnimmt, im Internet vermeintliche Nähe schafft, um die real existierende Einsamkeit auszugleichen. Das Stück erzählt, was passiert, wenn man ein virtuelles Heer um sich schart, das dann real zuschlägt. Die beiden kanadischen Autoren schaffen es, eine einzigartige Sprache zu erschaffen, die sich aus ernüchternder Direktheit und Metaphern aus der Mythologie zusammensetzt, Raum zum phantasieren lässt und knallhart auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ein faszinierendes und zugleich schockierendes Stück. 2014 wurde Unter Wasser mit dem Prix Louise Lahaye für das beste Jugendstück aus Québec ausgezeichnet.

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Premieren zu diesem Stück
04.05.2018, Dinslaken, Burghofbühne