24.04.2017

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Jenseits der blauen Grenze
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Massiver Kuss
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Gesunde Beziehungen
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Flug BU21
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von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
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Der letzte schöne Herbsttag
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Die gefälschte Wahrheit
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Der Familienrat oder Mama muss weg
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Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


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Bild von David Lindsay-AbaireLindsay-Abaire, David

David Lindsay-Abaire ist ein amerikanischer Dramatiker, Drehbuchautor, Lyriker und Librettist. 2007 gewann er mit seinem Stück "Rabbit Hole" den Pulitzer Preis. Die Verfilmung, mit Nicole Kidman in der Hauptrolle, bekam eine Oscarnominierung. Als Buchautor und Liedtexter für das Musical "Shrek" wurde Lindsay-Abaire 2009 zweifach für den Tony-Award nominiert. Unter anderem schrieb er die Drehbücher zu "Robots" sowie "Tintenherz" nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke.

Sein Stück Mittelschichtblues wurde als bestes Stück mit dem New York Drama Critics Circle Award, dem Horton Foote Prize, dem Edgerton Foundation New American Play Award und ebenfalls zwei Tony Nominierungen prämiert. In der Spielzeit 2012/2013 war Lindsay-Abaire der meistgespielte Autor und Mittelschichtblues das meistgespielte Stück in den USA.

 

Mittelschichtblues

(Good People)
Deutsch von Anna Opel
4D, 2H
UA: 08.02.2011, Samuel J. Friedman Theatre New York
DSE: 30.09.2016, Volkstheater Wien

Margie Walsh wird gefeuert. Die alleinerziehende Mutter einer behinderten Tochter, Joyce, ist nur noch einen Steinwurf von der Verarmung entfernt und wendet sich an ihre ehemalige Highschool-Liebe in der Hoffnung, dass dieser Arbeit für sie hat. Mike ist Arzt, wohlhabend und erst kürzlich wieder nach Boston zurückgekehrt. Als Margie erfährt, dass Mikes Frau eine Party gibt, lädt sie sich selbst ein, um dort Kontakte zu knüpfen. Die Party wird abgesagt, sie glaubt es jedoch nicht und geht dennoch hin. Mikes Frau Kate bittet Margie herein und sukzessiv entspinnt sich eine hitzige Diskussion, in der Mike Margie vorwirft, ihre soziale Misere sei ihr eigener Fehler. Margie wiederum kontert, dass er es nur geschafft habe, weil er im richtigen Moment den Rückhalt seines Vaters hatte. In seiner Jugend hatte Mike mit Freunden einen jungen Afroamerikaner verprügelt und wurde rechtzeitig gestoppt. Margie geht noch weiter und behauptet, dass er Joyce’ Vater ist und sie ihm damals nichts gesagt habe, damit wenigstens er die Chance auf ein besseres Leben hat. Diese Behauptung bringt das Fass zum Überlaufen und so wird aus dem anfänglichen Schlagabtausch eine Abrechnung mit der gemeinsamen Vergangenheit, aber auch mit einmal gelebten Idealen und Werten, die nun an der Realität zerschellen.

Lindsay-Abaire zeichnet in Mittelschichtblues ein scharfsinniges Portrait der bigotten, weißen, westlichen Gesellschaft, die es nicht einmal schafft, mit dem Elend vor der eigenen Haustür umzugehen. Aber es geht um mehr: Würde, Haltung, darum, sich aufgrund einer sozialen Stellung nicht zu verstecken oder sich kleinmachen zu lassen. Margie ist eine Kämpferin, die nur scheinbar unterliegt. Die Vielschichtigkeit und der Biss ihrer Figur verleiht dem Stück eine besonders würzige und spannende Komponente.

Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.

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