24.10.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren

Vater Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
25.10.2018, Offenbach, Theater im T-raum

Die Tür nebenan
25.10.2018, Holzkirchen, ensemble peripher

Venus im Pelz
26.10.2018, Darmstadt, Theater im Pädagog

Cabaret / Fassung Chris Walker
27.10.2018, Stendal, Theater der Altmark

Die Stühle Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
30.10.2018, Bregenz, Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung

Der Besuch der alten Dame
31.10.2018, Mülheim, Theater an der Ruhr

Die Nervensäge Werk aus dem Programm vom Theaterverlag Desch
01.11.2018, Braunschweig, Komödie am Altstadtmarkt

Die Jüdin von Toledo
UA 01.11.2018, Bochum, Schauspielhaus


Aktuelle Premierenberichte
Bild von Sébastien ThiéryThiéry, Sébastien
© L'agence Dominique Christophe 

Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler wandte sich Sébastien Thiéry, 1970 in Paris geboren, vermehrt der Filmschauspielerei zu und spielte in Filmen von Bertrand Tavernier, Gérard Jugnot, Alain Chabat und Jean-Michel Ribes. Mit 30 begann er für das Theater zu schreiben. Sein erstes Stück "Sans ascenseur" erschien 2005 im Théâtre du Rond Point in Paris, wo er die Hauptrolle spielte, wie in vielen anderen seiner folgenden Stücke. Thiéry schrieb zwischen 2004 und 2005 300 Episoden für die erfolgreiche TV-Serie "Chez Maman" und spielte in selbiger. Sein anschließend im Théâtre Hébertot erschienenes Stück "Cochon D’Indes" erhielt 2008 den Prix Barrière und wurde 2009 zweifach mit dem Prix Molière ausgezeichnet. Eine weitere Molière-Nominierung erhielt er für "Qui est Monsieur Schmitt?". Das Nachfolgestück Zwei Männer ganz nackt wurde in Deutschland erstmals an den Bühnen der Stadt Gera aufgeführt und ist ab Dezember 2018 auch auf Tournee zu sehen.

 

Zwei Männer ganz nackt

(Deux hommes tout nus)
Deutsch von Jakob Schumann
2D, 2H
UA: 16.09.2014, Théâtre de la Madeleine Paris
DSE: 23.09.2016, Theater & Philharmonie Thüringen, Bühnen der Stadt Gera Gera

Alain Kramer ist erfolgreicher Anwalt, Vater von zwei erwachsenen Kindern und glücklich verheiratet. Eigentlich alles perfekt, bis er eines Tages an der Seite seines Arbeitskollegen Nicolas Prioux aufwacht, und zwar splitternackt. Zu Tode erschrocken bedroht er den vermeintlichen und ebenfalls nackten Eindringling mit einem Gewehr, doch auch Prioux kann sich nicht erklären, wie er in Kramers Wohnung gekommen ist. Gemeinsam gehen sie auf Spurensuche, doch alles was sie finden, deutet nur einmal mehr auf das Unvermeidliche hin – sie müssen Sex miteinander gehabt haben. Als dann plötzlich Kramers Frau Catherine nach Hause kommt und die beiden beim scheinbaren Schäferstündchen erwischt, ist die Verwirrung perfekt und es wird mehr als heikel für die beiden Herren. Catherine glaubt, ihren Mann als Betrüger und verklemmten Homosexuellen entlarvt zu haben, und ihr über Jahre angestauter Frust über die Ehe-Routine entlädt sich mit einem Schlag. Kramer lässt nichts unversucht, um die ehemals heile Welt wiederherzustellen. Doch wo und wie lässt sich die Wahrheit finden – in seinem Bett, in seinem Unterbewusstsein oder vielleicht bei der oder dem geheimnisvollen Dominik?

Sébastien Thiéry selbst sagt, dass ihn an seinen Stücken nicht die Antworten, sondern vor allem die Fragen interessieren. Unter dieser Prämisse spielt er auch in Zwei Männer ganz nackt mit dem großen Fragezeichen. Die temporeiche Komödie lässt ihre Protagonisten, wie auch das Publikum im Ungewissen, doch es bleibt kaum Zeit, sich zu wundern, denn die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, und so ist die Frage nach dem schnöden „Warum“ bald nur noch Nebensache. Stattdessen sieht man sich mit einer ganzen Reihe von tiefergreifenden Fragen konfrontiert. Wie steht man sich selbst gegenüber, wenn man etwas getan hat, dass man eigentlich „bewusst“ nie tun würde? Sind wir uns wirklich über unsere Wünsche im Klaren? Thiéry lässt seine Figuren eine emotionale Berg- und Talfahrt erleben und das Publikum kann sich ganz dem absurden Humor dieses Stückes hingeben.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

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Premieren zu diesem Stück
07.11.2018, Oberzeiring, Theater Oberzeiring