Aktuelle Nachrichten

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Bild von Christian LollikeLollike, Christian
Foto: Anders Heinrichsen 

Christian Lollike, Jahrgang 1973, arbeitete als Regieassistent von Miguel Rubio am Yayachakani Theater in Lima, Peru, und ist Gründungsmitglied von "The Sheriff", einer Gruppe, die dem vorhersehbaren Theater den Kampf angesagt hat. 2001 schloss er sein Studium des Szenischen Schreibens am Theater Aarhus ab. Lollike schreibt Hörspiele, Drehbücher und mehrere Theaterstücke, die er zum Teil selbst inszeniert.

Sein erstes abendfüllendes Theaterstück Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn? wurde 2003 am Stadttheater Boras, Schweden, uraufgeführt. 2004 folgte die Uraufführung seines Stückes Sexy Sally (Dom over skrig) am Katapult-Theater in Aarhus (Dänemark).

In Deutschland wurden mehrere seiner Stücke uraufgeführt, u.a. 2005 "Dogville" nach Lars von Trier am Staatstheater Stuttgart, Nathan (ohne Titel) am Schauspiel Leipzig und 2008 Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam am Maxim Gorki Theater, Berlin.

Von 2005 bis 2010 arbeitete Lollike als Hausautor und Regisseur am Theater Aarhus. Seit 2010 ist er Künstlerischer Leiter des CaféTeatret in Kopenhagen, das sich jüngst in Sort / Hvid umbenannte.

Christian Lollike wurde mehrfach ausgezeichnet: 2005 erhielt er den Preis der dänischen Theaterzeitschrift Teater1. Die dänische Hörspielproduktion seines Stücks Das Wunderwerk oder The RE-Mohammed-TY Show bekam 2006 den Prix Europa als bestes Hörspiel(Denmarks Radio; Regie: Daniel Wedel). Im Mai 2013 wurden Christian Lollike und CaféTeatret gleich in drei Kategorien bei der dänischen Reumert-Verleihung ausgezeichnet: Dramatiker des Jahres für Der fremde Blick oder Der Schacht, „Cookies Factory“ und „Manifesto 2083“. Der fremde Blick oder Der Schacht wurde zudem als bestes Theaterstück prämiert. „Manifesto 2083“, das sich mit dem Massenmörder Anders Breivik auseinandersetzt, erhielt den Spezialpreis der Jury. Es wurde außerdem zum Festival „Neue Stücke aus Europa“ eingeladen.


Weitere Informationen zu Christian Lollike

 

Träume werden Wirklichkeit

(All My Dreams Come True. Et Disneydrama om depression og eventyr)
Ein Disneydrama über Depression und Märchen
Mit Textfragmenten von Jens Christian Lauenstein Led und Tanja Diers
Deutsch von Gabriele Haefs
1D, 1H
UA: 31.08.2013, Aarhus Teater Aarhus
DSE: 15.05.2014, Staatsschauspiel Dresden

Sind sie deprimiert oder haben sie eine Depression?
Zwei Personen, A und B, stellen fest, dass sie kein Leben haben, kein Abenteuer, keine Geschichte. Sie wissen nur nicht, warum. Im Märchen ist das ganz anders: Dornröschen schläft hundert Jahre und findet dann ihre einzige wahre Liebe. Schneewittchen hat eine Stiefmutter, die von Neid zerfressen wird, da Schneewittchen so viel schöner ist als sie selbst. Alles würde die böse Stiefmutter tun, um ihre Konkurrentin auszustechen; sie versucht sogar einen Mord. Doch halt! Stopp! Hier setzt Disney ein ... Die Geschichte wird einmal durch den Filter gejagt, weichgespült und am Ende bleibt: eine kleine, harmlose Geschichte ohne Gewalt, ohne Sex, ohne Lust. Wo sind die Vögel aus dem Grimmschen "Aschenputtel" geblieben, die sich nach der Hochzeit auf die Schultern der Schwestern setzen und ihnen die Augen aushacken?
A und B wissen, dass sie ihre Geschichte ändern müssen, um glücklich zu werden – und damit meinen sie keine Selbstverwirklichungstrips. Mit Entsetzen müssen sie feststellen, dass es nicht am fehlenden Willen liegt. Es ist viel schlimmer: Sie haben die Fähigkeit verloren, sich eine andere Welt überhaupt noch vorstellen zu können. Beide fassen zusammen einen Entschluss: Jeder hat die Macht über seine eigene Geschichte und wer sich verändern will, muss seine Selbsterzählung verändern, also: "Wir machen ein ganz freies, im Gehirn ganz freies Disneydrama, where all our dreams come true."

Zwischen überdrehten Disneyplastikwelten und kastrierten Märchenfiguren spürt Christian Lollike mit gewohnter Ironie und Komik die handfesten, echten Ängste und Sehnsüchte der Menschen auf. Märchen hören da auf, wo die täglichen Sorgen beginnen: Schneewittchen hat ihren Prinzen gefunden: Doch leben sie wirklich glücklich bis an ihr Lebensende? Wie kann ich in Zeiten der Krise noch meine Kinder Hänsel und Gretel versorgen? Wie findet Dagobert Duck Liebe, wenn er nur an Kosten-Nutzen-Analysen denken kann?

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