17.10.2017

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Kommissar Gordon - Der erste Fall
von Ulf Nilsson

Bestimmt wird alles gut
von Kirsten Boie und Konstanze Kappenstein

Einsam und Esmeralda
von Martina Montelius

Gebückt und windschief auf Sturmesfittichen (Juller)
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Strafraumszenen
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die 9 Fridas
von Kaite O'Reilly

Heimat ist kein Ort
von Olivier Garofalo

Das neue Jerusalem
von Arna Aley

Der letzte Europäer
von Martina Clavadetscher

Mittagswende. Die Stunde der Spurlosen
von Anja Hilling

American Hotel
von Sara Stridsberg

Lass dich sein
von Arne Lygre

Dienstags bei Kaufland
von Emmanuel Darley

Begleiterscheinungen
von Peter Buchholz

Alles was Sie wollen
von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Vor dem Entschwinden
von Florian Zeller

Rasputin
von Paul Graham Brown

Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte
von James Matthew Barrie , Leonard Bernstein und Erich Kästner

Ein Mann geht durch die Wand
von Didier van Cauwelaert , Michel Legrand und Marcel Aymé

Lazarus
von David Bowie und Enda Walsh

Die Familie, die über alles reden konnte
von Christian Lollike

Jenseits der blauen Grenze
von Dorit Linke

Mein Freund Salim
von Uticha Marmon

Inside IS
von Yüksel Yolcu

WiLd!
von Evan Placey

Widerfahrnis
von Bodo Kirchhoff

djihad
von Volker Schmidt

Silberflügel
von Anja Tuckermann , Frank Becker und Kenneth Oppel

So bin ich nicht (Gretas Storys)
von Anneliese Mackintosh

Broken German
von Tomer Gardi

Feuer fangen
von Luc Tartar

All you can eat - Variationen des Verschlingens
von Ariane Koch

Wiegenlied für Baran
von Joël László

Jeunesse dorée
von Johannes Hoffmann

Umständliche Rettung
von Martina Clavadetscher

Massiver Kuss
von Anja Hilling

Gesunde Beziehungen
von Evan Placey

Flug BU21
von Stuart Slade

Straight
von Scott Elmegreen und Drew Fornarola

Ein Geschenk der Götter
von Oliver Haffner

Der letzte schöne Herbsttag
von Ralf Westhoff

Die gefälschte Wahrheit
von Peter Buchholz

Der Familienrat oder Mama muss weg
von Morgan Spillemaecker und Amanda Sthers

Das Gewissen vergisst nie
von Sébastien Azzopardi und Sacha Danino

platz.an.der.sonne.com
von Agnès Besse und Daniel Besse

Die Rechnung
von Clément Michel

Besser schlichten als richten
von Chloé Lambert

Tochter bleibt Tochter
von Agatha Christie

Monsieur Poirot und der schwarze Kaffee
von Agatha Christie

Das Urteil
von Agatha Christie

Und dann gab's keines mehr
von Agatha Christie

Bach. Das Leben eines Musikers.
von Thomas Sutter

Spaghettihochzeit
von Thomas Sutter

Mädchen extraschön
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik

Eingefädelt – Das Musical
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Der Postraub
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?
von James Edward Lyons und Michael Jary

In 80 Tagen um die Welt
von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Jordi GalceranGalceran, Jordi

Jordi Galceran, geboren 1964 in Barcelona, studierte Katalanische Philologie an der Universität seiner Heimatstadt. 1988 debütierte er als Dramatiker und bedient sich seitdem ebenso der spanischen wie der katalanischen Sprache. Einige seiner Stücke hat er selbst inszeniert oder als Schauspieler in ihnen mitgewirkt. 1995 gewann er für "Worte in Ketten" den XX. Premi Born de Teatre sowie 1997 den Kritikerpreis Serra d’Or für das beste katalanische Stück des Jahres. "Dakota" wurde 1995 mit dem Ignasi-Iglésias-Preis ausgezeichnet. Mit dem 2003 uraufgeführten Stück Die Grönholm-Methode, in dem er schonungslos die Mechanismen moderner Bewerbungsverfahren aufdeckt, erfolgte sein internationaler Durchbruch: Das Vierpersonenstück wurde seither in über 30 Ländern gespielt und unter dem Titel "Die Methode" verfilmt. Weitere seiner Theaterstücke sind "Surfen", "Flucht", "Paradies", "Karneval", "Cancun" und Reden mit Mama. Außerdem schrieb er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Albert Guinovart ein Musical über den wohl berühmtesten Sohn seiner Heimatstadt: "Gaudí, ein Musical über Barcelona". Sein Stück Burundanga war im Juni 2012 in der spanischen Uraufführungsproduktion bei der Theaterbiennale am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Gastspiel zu sehen.

Neben seiner Tätigkeit als Theaterautor arbeitet Galceran als Übersetzer und Drehbuchautor und verfasst häufig Beiträge für La Vanguardia, eine führende Tageszeitung in Barcelona. Als Mitglied des katalanischen Künstlerkollektivs Germans Miranda veröffentlichte er mehrere Essaysammlungen. Regelmäßig schreibt er auch für das Fernsehen und versorgt dabei u. a. die populäre katalanische Soap Opera "Das Herz der Stadt" mit neuen Episoden, von denen mittlerweile über 1.500 ausgestrahlt wurden.

 

Der Kredit

(El crédit)
Deutsch von Stefanie Gerhold
2H
UA: 13.09.2013, Theater La Villarroel Barcelona
DSE: 03.07.2014, theater23 Lübeck

Der Filialleiter der Bank hat es sich gerade so richtig gemütlich gemacht in seinem Leben. Zufrieden blickt er auf ein hübsch eingerichtetes Dasein mit allem, was dazugehört: Frau, Haus, Kind und sicherer Job. Doch just in dem Moment, in dem er sich ein bisschen zu sehr in seinem Bürostuhl zurücklehnt, taucht Anton Herberg auf und beantragt bei ihm einen Kredit. Ein täglicher Vorgang für den Filialleiter: Antrag geprüft, Antrag abgelehnt. Der Antragsteller bringt nicht die entsprechenden Sicherheiten mit, und das bedeutet ein zu großes Risiko für die Bank.

Anton lässt sich nicht einfach abwimmeln, hakt nach und beruft sich auf seine Vertrauensseligkeit. Doch Vorschriften sind nun einmal Vorschriften. Anton hat keine andere Wahl, er muss tun, was getan werden muss und so eröffnet er dem Filialleiter seine Bedingung: Bekommt er seinen Kredit nicht, dann sieht er sich gezwungen, mit der hübschen Frau des Filialleiters zu schlafen. Dieser lacht erst wie über einen schlechten Witz, dann droht er mit dem schwarzen Gürtel und schließlich ruft er seine Frau an, um sie zu warnen. Doch diese Idee geht nach hinten los: Wütend darüber, dass sie ihm nicht mehr wert ist als ein Kredit über dreitausend Euro, schmeißt sie ihn kurzerhand aus dem Haus. Aber keine Panik, mit einem gewissen Sümmchen wird sich schon alles wieder regeln lassen: Zehntausend Euro für Kredit und Rückeroberungstricks von Anton sollten reichen … oder etwa nicht?

Geld gegen das eigene Glück! In Jordi Galcerans neuem Stück Der Kredit wird das idyllische spießbürgerliche Leben des Filialleiters durch das Auftauchen des korrupten Kunden aus den Angeln gehoben und der Wert des Geldes in neues Licht gerückt. Im Handumdrehen sind die Weichen gestellt für den Absturz des Filialleiters in ein prekäres Dasein. Erfrischend komisch schildert Galceran, wie sich die Machtverhältnisse neu ordnen: Schritt für Schritt gerät der Filialeiter in die Fänge des Antragstellers, bis am Ende die Rollen gänzlich vertauscht sind.

Nachrichten zu diesem Stück anzeigen

Premieren zu diesem Stück
20.10.2017, Stuttgart, tri-bühne