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UA: "Am Rand" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
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UA: Gewinnerstück "Fische" am Pfalztheater Kaiserslautern
Nele Stuhlers Stück Fische wurde mit dem Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2018...

DSE: "Straight" von Scott Elmegreen und Drew Fornarola in Wien, Hamburg und Berlin
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UA: "Hals zu kurz" von Johannes Hoffmann
Am Feste Theater in Brünn ist am 31. März die Uraufführung von Johannes...

UA: "Wie Großvater schwimmen lernte" von Viola Rohner in Luzern
Wie Großvater schwimmen lernte von Viola Rohner wird am 8. März im Luzerner...

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Edmund de Waal erzählt in seinem Bestseller die Geschichte seiner Vorfahren,...

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Feuchtwanger, Lion

Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren. Er studierte Philologie und Philosophie. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der pazifistisch-sozialkritische Schriftsteller aus Deutschland ausgebürgert; seine Werke fielen der Bücherverbrennung zum Opfer. Feuchtwanger flüchtete nach Frankreich, wo er bis zu seiner Inhaftierung 1940 lebte. Noch im gleichen Jahr gelang ihm die Flucht über Spanien und Portugal in die USA. Zusammen mit Bertolt Brecht und Willi Bredel gab Feuchtwanger hier die Emigrantenzeitschrift "Das Wort" heraus. In seinem ersten historischen Roman, Die häßliche Herzogin (1923, später unter dem Titel "Margarete Maultasch" veröffentlicht), beschrieb er das Leben in Tirol im 14. Jahrhundert. Ihm folgten Jud Süß (1925), ein Roman, der im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, und die Josephus-Trilogie, bestehend aus den Romanen Der jüdische Krieg (1932), Die Söhne (1934) und Der Tag wird kommen (1945).

In seinem dokumentarischen Roman Erfolg (1930) stellte Feuchtwanger die Ereignisse in München ab der Revolution von 1919 bis 1930 dar. Der Roman stellt den ersten Teil seiner "Wartesaal-Trilogie" dar, in der sich der Autor mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzte. Zu Feuchtwangers bedeutenden Werken, die er nach seiner Flucht aus Deutschland im amerikanischen Exil schrieb, gehören Die Geschwister Oppermann (1933) und Exil (1940), der zweite und dritte Teil der "Wartesaal-Trilogie" sowie die Romane "Waffen für Amerika" (1947, auch unter dem Titel Die Füchse im Weinberg erschienen) und Die Jüdin von Toledo (1954, 1955 auch unter dem Titel "Spanische Ballade" erschienen).

Feuchtwanger starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles.

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Lion Feuchtwanger
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Die Geschwister Oppermann

Roman


In Die Geschwister Oppermann beschreibt Feuchtwanger das Schicksal der Erben eines jüdischen Möbelhauses in Berlin zwischen November 1932 und Spätsommer 1933, einer ehemals angesehenen Familie, die angesichts der antisemitischen Hetze nach und nach auseinanderbricht und Tod und Vertreibung zum Opfer fällt.

Das Leben der Oppermanns ist geprägt von humanistischer Bildung, Vernunftsgläubigkeit und frei von materiellen Sorgen. Politisch wenig interessiert nehmen sie die ersten Anzeichen des Antisemitismus nicht besonders ernst. Gustav arbeitet als Schriftsteller an einer Lessingbiographie, Martin leitet das Möbelhaus der Familie, welches Grundlage ihres Vermögens ist, und Edgar ist ein angesehener Arzt. Doch in weniger als einem Jahr ist alles verändert und das Undenkbare, das doch nach Erscheinen des Buches "Mein Kampf" nach so vielen Zeichen und Anzeichen denkbar hätte sein müssen, ist eingetreten: Die Völkischen haben ihr Terrorregime errichtet mit Mord und Brand. Martin wird gezwungen, sein Möbelhaus an seinen größten arischen Konkurrenten abzutreten. Edgar muss, vom antisemitischen Umfeld in der Klinik gedemütigt, seine Stellung aufgeben, er emigriert nach Palästina. Den Oppermanns, seit Jahrhunderten, seit Generationen mit diesem Land verwachsen, gleitet die Heimat unter den Füßen weg. Anders als seine Brüder vermag sich der Literat Gustav von seiner Kultur nicht zu lösen. Er kehrt zurück nach Deutschland um Material zu sammeln, das die Untaten der Nationalsozialisten dokumentiert. Doch er wird verhaftet und stirbt nach der Entlassung aus dem KZ an den Folgen des Martyriums.

Das Werk entsteht in Sanary-sur-Mer, dem Zentrum der deutschen literarischen Emigration in Frankreich und wurde von Klaus Mann als eine der "meistgelesenen Darstellung(en) der deutschen Kalamität" bezeichnet. Feuchtwanger hatte zum einen die Absicht, der westlichen Welt deutlich zu machen, welch ein Schreckensregime seit dem 30. Januar 1933 in Deutschland herrschte. Zum anderen unternimmt er den Versuch, das Versagen des deutschen Bürgertums in der Endphase der Republik offenzulegen. Das Werk, als aufklärerischer, aktueller Zeitroman geschrieben, ist auch heute noch ein bedeutendes literarisches Zeugnis der Epoche des Untergangs.

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption von den Werken des Autors Lion Feuchtwanger zu erstellen.



Dieses Stück ist Teil von:

Wartesaal-Trilogie


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