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Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen...

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Begleiterscheinungen von Peter Buchholz wird am 5. April am Theater an der Kö...

Neu: "Grete Minde" von Kay Wuschek nach Theodor Fontane
"Ein unbillig Recht, ein totes Recht" widerfährt Grete, Tochter einer...

GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
Am Jungen Schauspielhaus Hamburg ist am 7. April die Uraufführung von Sergej...

UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

Rückblick: "Am Rand (Ein Protokoll)" von Philipp Löhle am Staatstheater Nürnberg
Am 9. März war die Uraufführung von Philipp Löhles neuem Stück Am Rand (Ein...

UA: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" am Landestheater Linz
Edmund de Waal rollt in seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen die...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...


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Bild von Sofia FredénFredén, Sofia
© Bengt Wanselius 

1968 geboren, studierte Sofia Fredén bis 1989 Theaterwissenschaft an der Universität Göteborg und Filmwissenschaft an der Universität Stockholm. Nach der Beschäftigung mit der Semiotik des Theaters an der Universität Kopenhagen, ging Fredén von 1990 bis 1991 für ein Jahr an die Universität nach Massachusetts und studierte dort Schauspiel, Regie und Dramaturgie.
Ihre Studienzeit beendete Fredén 1995 am "Dramatiska Institutet", einer Universität für Film, Radio, Fernsehen und Theater in Stockholm, wo sie sich dem Schreiben für Theater und Fernsehen widmete.

Nach ihrem Studium schrieb sie zahlreiche Texte für das Theater, aber auch für Film und Radio. Ihre Theaterstücke wurden in ganz Schweden aufgeführt. U.a. im "Königlichen Dramatischen Theater" in Stockholm.
2005 erhielt sie für drei ihrer Stücke den Kritikerpreis für Kinder- und Jugendtheater: "Bara Barnet" (Only a Child), Königskinder (Rotten: The Life of a Princess) and "Solapan" (The Sun Monkey). Ihr Stück Ich male meinen Himmel orange feierte 2013 am "Örebro Länsteater" Premiere.
Sofia Fredén lebt in Stockholm und schreibt für das "Stockholmer Stadttheater".

 

Ich male meinen Himmel orange

(Jag malar min himmel orange)
Jana Hallberg
3 Personen
UA: 07.03.2013, Länsteater Örebro
frei zur DSE

Leos Welt besteht aus Farben. Mit dem Lesen steht er auf Kriegsfuß, denn für ihn bestehen die Wörter eben auch aus Farben: Die Acht z.B. ist rot oder Dienstage sind weiß. Leos Mama und die Lehrerin nehmen die Welt anders wahr und bringen die Dinge mit Buchstaben aufs Papier. Aber was haben die widerspenstigen Striche und Kringel mit der echten Welt zu tun, mit Lebewesen, die umherspringen wie Affen oder rufen wie Uhus? Und dann gibt die Lehrerin Leo auch noch die Aufgabe, die Worte "Orange" und "Dschungel" zu schreiben! Warum überhaupt schreiben, wenn man die Dinge mit Pinselstrichen hundertmal besser abbilden kann?

Als Leo vollkommen verzweifelt ist, weil er die Dinge so ganz anders sieht als alle anderen, betreten die Orang-Utans aus seinem Buch das Kinderzimmer und erzählen, was sich im Dschungel zugetragen hat. Mama sucht inzwischen Rat bei der Lehrerin, nichts scheint zu helfen und Leo beginnt, die Schule zu hassen. Am nächsten Tag im Unterricht soll Leo etwas an die Tafel schreiben. Er beginnt, die Geschichte aus dem Buch nachzuerzählen, wie die Affen sie ihm übermittelt haben – und erweist sich als wunderbarer Erzähler.

Sofia Fredén nimmt in ihrem Stück Ich male meinen Himmel orange die Sicht eines Jungen ein, dessen Lese-Rechtschreibschwäche das pädagogische System Schule an seine Grenzen bringt. Lange wird Leo nur in seinem Versagen gesehen. Erst als sein Talent, die Welt in Farbe zu begreifen, erkannt wird, gibt es einen Ansatzpunkt beim Schreiben weiterzukommen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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