24.05.2017

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Rico ist ein Superheld, einer wie Spiderman: Keine Mauer ist ihm zu hoch,...

Premiere: "Auerhaus" von Bov Bjerg am Deutschen Theater Berlin
Nach Düsseldorf, Wiesbaden, Augsburg, Hannover, Dresden und Darmstadt kommt...

UA: "Das neue Jerusalem" von Arna Aley am Wolfgang Borchert Theater Münster
1534 predigt in Münster der weitgereiste Schneider, Kaufmann, Gastwirt,...

"Ich lebe in einem wilden Wirbel!" - Zum 35. Todestag von Irmgard Keun
"Sie haben Humor wie ein dicker Mann, Grazie wie eine Frau, Herz, Verstand...

UA: "Metapolis" von Hannah Biedermann und dem Ensemble des Jungen Staatstheaters Braunschweig
In der Regie von Hannah Biedermann gelangt am 13. Mai die theatrale...

Preise für Hannah Biedermann und Joël László beim Heidelberger Stückemarkt
Am Sonntagabend ist der 34. Heidelberger Stückemarkt zu Ende gegangen. Unter...

Neu bei FBE: "Préludes" von Dave Malloy
Nachdem Sergej Rachmaninow mit seinem Prélude cis-Moll bereits als...

Neu bei FBE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh
Thomas Newton, der Außerirdische, kam auf die Erde, um Wasser für seinen...

Neu bei FBE: "Schimmerndes Wasser" von Johanna Emanuelsson
Es ist ziemlich düster im Leben der beiden elfjährigen Mädchen Manisha und...

"Hedwig and the Angry Inch" in Kassel
Hedwig ist wieder da! John Cameron Mitchells und Stephen Trasks Kult-Musical...

stoffrechte.de geht mit der Leipziger Buchmesse 2017 online!
FBE Stoffrechte gehört zum Verlag Felix Bloch Erben mit Sitz in Berlin...


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Bild von Robert SchneiderSchneider, Robert

Robert Schneider (geb. 1961) lebt als freier Schriftsteller in Meschach, einem österreichischen Bergdorf in den rheintalischen Alpen, wo er auch aufgewachsen ist. Studium der Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Mit seinem Debüt-Roman "Schlafes Bruder" (1992), dem ersten Teil seiner "Rheintalischen Trilogie" gelang ihm der internationale Erfolg. Der Roman wurde in 24 Sprachen übersetzt und von der in- und ausländischen Literaturkritik geradezu euphorisch gefeiert; er wurde verfilmt und diente als Vorlage für eine Oper. 1998 folgte der Roman "Die Luftgängerin" und 2000 als Abschluss der Trilogie "Die Unberührten".

Robert Schneider hat sich auch als Theaterautor einen Namen gemacht. Für seinen Monolog Dreck (1993), der bisher über 90 Mal inszeniert wurde, erhielt Schneider den Preis der Potsdamer Theatertage, die Hörspielfassung wurde mit dem civis ’93 des WDR ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde "Traum und Trauer des jungen H.", eine Dialektstudie über den jungen Adolf Hitler, am Schauspielhaus Hannover uraufgeführt. 1999 kam die "Komödie vom deutschen Heimweh", ein Stück über sechs junge Deutsche und ihre Sehnsucht nach Heimat, am Schauspielhaus Zürich heraus.

Auszeichnungen

1889 Stipendiat der Abraham-Woursell-Stiftung/New York
1990 Filmdrehbuchpreis des österreichischen Fernsehens
1993 Robert-Musil-Stipendium der Stadt Wien, Literaturpreis der Salzburger Osterfestspiele und Civis-Hörspielpreis des WDR
1994 Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt, Prix Medicis für den besten ausländischen Roman (Frankreich)
1997 Premio Grinzane Cavour (Italien) und Premio Libro di Montagna

 

Schlafes Bruder

Roman


Schon als kleiner Junge fällt Elias Alder aus dem Rahmen der vorarlbergischen Dorfgemeinschaft. Er hat eine hohe Stimme und merkwürdig gelbe Augen. Seine Mutter lehnt ihn ab, versteckt ihn. Und nach einem Schlüsselerlebnis, währenddessen sich dem Fünfjährigen die Natur als komplexes Hörbild offenbart, pubertiert er vor der Zeit. Schon damals kann er den Herzschlag der noch lange nicht geborenen Elsbeth, der großen späteren Liebe, vernehmen.

Seine übermenschliche Begabung zur Musik bricht sich in Elias trotz widrigster Umstände Bahn. Er bildet sich an der heimischen Orgel selbst aus und verhilft der Gemeinde regelmäßig zu läuternden Musikerlebnissen. Doch Elias wird auf Erden kein Glück zuteil. Seine starke Liebe zu Elsbeth bleibt am Ende unerwidert. Und dann ist da noch Peter, sein Cousin und ständiger Begleiter. Eine brutale Erziehung hat einen verschlagenen Charakter in ihm reifen lassen. Auch diese Freundschaft ist am Ende unheilvoll.

Nach einem fulminanten Auftritt beim Orgelfest in Feldberg, wo er vor den Ohren der fassungslosen Gemeinde zu Bachs Choral "Komm, o Tod, du Schlafes Bruder" extemporiert hatte, sucht Elias schließlich einen denkbar grausamen Tod.

Die erzählerische Wucht des Romans, in dem die Musik eine besondere Rolle spielt, steht im spannungsvollen Kontrast zur Sprachlosigkeit der Figuren.

Robert Schneiders Roman aus dem Jahr 1992 wurde bisher in 24 Sprachen übersetzt.


Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption dieses Romans zu erstellen. Der Roman ist im Buchhandel erhältlich.

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