27.04.2017

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Bild von Klaus ChattenChatten, Klaus

Klaus Chatten wurde 1963 in Lennestadt/Nordrhein-Westfalen geboren. Nach seinem Studium der Romanistik, Germanistik und Sportwissenschaften an der Freien Universität Berlin besuchte er ab dem Jahr 1983 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Daraufhin folgte ein Ruf an das Actors und HB Studio in New York, wo er bei den Oscar- und Tony-Award-Gewinnern Mike Nichols, Sandy Dennis und Uta Hagen studierte.

Chatten ging an führende deutsche Schauspielhäuser (Schiller Theater, Maxim Gorki Theater, Deutsches Theater Berlin). Er arbeitete mit dem russischen Regisseur Anatolij Wassiljew und in mehreren Produktionen mit Alexander Lang zusammen. Zwischen 2004 und 2006 war er Ensemblemitglied am Gorki Theater. 2009 wurde er für seine Darstellung der Titelrolle in „Der Menschenfeind“ für den Inthega-Preis nominiert.

Gleichfalls ist Chatten Theaterregisseur, der im Jahr 1991 sein Debüt an der Freien Volksbühne Berlin mit der Produktion „Träume“ gab.

1993 begann er die Arbeit an eigenen dramatischen Texten. Seine zumeist tragikomischen Arbeiten kamen am Deutschen Theater Berlin und am Maxim Gorki Theater heraus und hatten an die sechzig Nachspielungen. Seine bisher bekanntesten Werke sind Unser Dorf soll schöner werden (Englische EA am Royal Exchange Theatre Manchester) und Sugar Dollies (UA am Gate Theatre London).

Er ist Preisträger des Alfred-Döblin-Preises, des Literarischen Colloquiums, des Literaturpreises des Berliner Senats und der Villa Aurora in Los Angeles.

Chatten verfasst Drehbücher für die Kinoleinwand und fürs Fernsehen. Mit seinem Film „Stille Nacht“, der mit den Darstellern Jürgen Vogel, Maria Schrader und Ingrid Caven mit großem Erfolg im Wettbewerb der Berlinale lief, gewann er den Alfred-Bauer-Preis. Am vermutlich bekanntesten ist er für seine Zusammenarbeit mit den Regisseuren Dani Levy und Wolfgang Becker („Good-bye, Lenin“).

Seit 2006 arbeitet Chatten als Schauspiellehrer und ist professioneller Trainer für Kino und Fernsehen. 2014 wurde einer seiner Studentinnen an der American Academy of Dramatic Arts in New York als Studentin für das Fach Schauspiel aufgenommen.

Ab 2008 hat er bis dato fünfzig Theaterstücke aus dem Englischen übertragen. Er ist der deutsche Übersetzer von Noel Coward.

Klaus Chatten wurde sowohl als Schauspieler als auch als Dramatiker mehrfach im Jahrbuch „Theater heute“ ausgezeichnet.

 

Premierenfeier

Eine Komödie
9D, 6H, 1 Kind
frei zur UA

„Zuerst kommt die Politik. Dann kommt die Geschichte. Dann kommt der Erfolg oder der Misserfolg.“ Weiß Barbara, Philips Schwester. Der Dramatiker Philip, dessen Stück am heutigen Abend Premiere hatte, scheint das nicht zu wissen oder es scheint ihm egal zu sein. Auf jeden Fall war die Aufführung ein Flop. Ob das an der Qualität lag oder an der Botschaft und was wichtiger ist ... In seiner Fabriketage finden sich jedenfalls nun alle Freunde und an der Produktion Beteiligten ein. Sogar Philips Erzfeind, ein gefürchteter Kritiker, lässt sich blicken. Philip aber scheint andere Dinge im Kopf zu haben. Er ist in Lara, die Protagonistin des Abends, verliebt.

In drei Akten lotet Klaus Chatten in Premierenfeier komödiantisch und melancholisch zwischenmenschliche Gegenwart aus und stellt gleichzeitig unter allem Gezeigten immer wieder die Frage, was für eine politische Funktion dabei den Medien Theater und Film zufällt und wo Zensur und freiwillige Selbstzensur einsetzen. Dabei will der Autor nicht nur wissen, unter welchen Bedingungen man in dem Mikrokosmos Theater überlebt, sondern in jeder denkbaren Gesellschaft. Ein komödiantischer, politisch provokanter und poetischer Text für ein großes Ensemble, der unterhält und spannende Sichtweisen eröffnet.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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