25.11.3713

Aktuelle Nachrichten

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am 26. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Klaus ChattenChatten, Klaus

Klaus Chatten wurde 1963 in Lennestadt/Nordrhein-Westfalen geboren. Nach seinem Studium der Romanistik, Germanistik und Sportwissenschaften an der Freien Universität Berlin besuchte er ab dem Jahr 1983 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Daraufhin folgte ein Ruf an das Actors und HB Studio in New York, wo er bei den Oscar- und Tony-Award-Gewinnern Mike Nichols, Sandy Dennis und Uta Hagen studierte.

Chatten ging an führende deutsche Schauspielhäuser (Schiller Theater, Maxim Gorki Theater, Deutsches Theater Berlin). Er arbeitete mit dem russischen Regisseur Anatolij Wassiljew und in mehreren Produktionen mit Alexander Lang zusammen. Zwischen 2004 und 2006 war er Ensemblemitglied am Gorki Theater. 2009 wurde er für seine Darstellung der Titelrolle in „Der Menschenfeind“ für den Inthega-Preis nominiert.

Gleichfalls ist Chatten Theaterregisseur, der im Jahr 1991 sein Debüt an der Freien Volksbühne Berlin mit der Produktion „Träume“ gab.

1993 begann er die Arbeit an eigenen dramatischen Texten. Seine zumeist tragikomischen Arbeiten kamen am Deutschen Theater Berlin und am Maxim Gorki Theater heraus und hatten an die sechzig Nachspielungen. Seine bisher bekanntesten Werke sind Unser Dorf soll schöner werden (Englische EA am Royal Exchange Theatre Manchester) und Sugar Dollies (UA am Gate Theatre London).

Er ist Preisträger des Alfred-Döblin-Preises, des Literarischen Colloquiums, des Literaturpreises des Berliner Senats und der Villa Aurora in Los Angeles.

Chatten verfasst Drehbücher für die Kinoleinwand und fürs Fernsehen. Mit seinem Film „Stille Nacht“, der mit den Darstellern Jürgen Vogel, Maria Schrader und Ingrid Caven mit großem Erfolg im Wettbewerb der Berlinale lief, gewann er den Alfred-Bauer-Preis. Am vermutlich bekanntesten ist er für seine Zusammenarbeit mit den Regisseuren Dani Levy und Wolfgang Becker („Good-bye, Lenin“).

Seit 2006 arbeitet Chatten als Schauspiellehrer und ist professioneller Trainer für Kino und Fernsehen. 2014 wurde einer seiner Studentinnen an der American Academy of Dramatic Arts in New York als Studentin für das Fach Schauspiel aufgenommen.

Ab 2008 hat er bis dato fünfzig Theaterstücke aus dem Englischen übertragen. Er ist der deutsche Übersetzer von Noel Coward.

Klaus Chatten wurde sowohl als Schauspieler als auch als Dramatiker mehrfach im Jahrbuch „Theater heute“ ausgezeichnet.

 

Muttis Liste

Eine Theaterblasphemie
5D, 8H
UA: 18.12.1999, Staatstheater Braunschweig

Tabea und Chico haben eine Schießbude auf Mallorca und lieben sich sehr. Mutter Babette bricht mit ihrem neuen Freund Kurti aus dem Gefängnis aus und sucht bei ihrer Tochter Unterschlupf. Das kann nicht gutgehen. Tabea sinnt auf Mord. Rosy arbeitet auf dem Rummelplatz von El Arenal - Nähe Ballermann 6 - als Astrologin und Wahrsagerin und strebt die Theaterweltherrschaft an: Zusammen mit den Insassen des GDBA-Ruhesitzes THALIA und dem schwulen, einarmigen Nachwuchskritiker der Saison, Franz Merschbieter, wird sie die vierte Wand endgültig zum Einsturz bringen. Sie führt Regie bei Ludwig Tiecks "Gestiefeltem Kater". Dann gibt es da noch die reellen Abonnenten und die zur Beantwortung stehenden Fragen, ob der Intendant homosexuell, der Autor der Messias, der Regisseur ein Faschist und die Kostümbildnerin lesbisch sind?

Muttis Liste ist die eigenständige Fortsetzung von Klaus Chattens Sugar Dollies.

"'Muttis Liste' - ein Leckerbissen. [...] Der Tenor dieser Verrücktheit war die Provokation: Von der beflissenen Kopflastigkeit bis hin zu Brachialgesängen wie 'Steh auf, wenn du ein Deutscher bist' endeten alle Identifikationsmuster in einer entfesselten, konsenssprengenden Farce. - Ostseezeitung

"In der Figur der Rosy verkörpert sich ein dramatisches Aufbegehren des Theater-Traums gegen eine banale Welt. In dem absurden Kontrast zwischen romantischem Märchenstoff und der Touristen-Tristesse samt westfälischer Spießerhölle, zwischen dem empathischen Idealismus der Regisseurin Rosy und ihren bräsigen, deutschtümelnden 'Schauspielern' klafft ein schmerzlicher Abgrund. Und das nicht nur auf Mallorca. [...] Ohne zu tief zu schürfen und ohne zu überdrehen, gelingt die Balance von schrillem Mallorca-Musical und trostlosen Träumen, von Albernheit und Verlorenheit, von Theater und trivialer Wirklichkeit. Der Beifall war ausgelassen." - Braunschweiger Zeitung

"Stellen Sie sich alles vor, was Sie nie im Leben und schon gar auf einer Bühne nicht erleben wollen, und Sie bekommen eine Ahnung davon, wie 'Muttis Liste' geht." - Deutsche Bühne

"Eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Stück kann nur einem Komiker gelingen: 00-Schneider, übernehmen Sie." - Theater heute