18.12.1506

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Neu bei FBE: "Nach Luft jagen" von Michael A. Müller
Penelope möchte uralt werden. Wie Oma. Die sagte mal, jedes Ticken der Uhr,...

"Alles Schwindel" von Mischa Spoliansky am Maxim Gorki Theater in Berlin
Das Publikum des Berliner Maxim Gorki Theaters wird am 17. Dezember sowohl in...

"Die Kaiserin" am Theater Baden bei Wien
Punktgenau zum 300. Geburtstag der Habsburger-Ikone und Langzeit-Regentin...

"Die lustigen Nibelungen" von Oscar Straus am Badischen Staatstheater Karlsruhe
"Er sieht so miesepetrig aus, und nicht wie sonst so munter – was hat er...

Neu bei FBE: "General Wunde" von Joël László
Die Hautkrankheit des Neugeborenen verändert das Leben von Anja und Samuel....

"Die Regeln des Sommers" in der Regie von Hannah Biedermann am Jungen Nationaltheater Mannheim
Hannah Biedermann, frisch mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST für die...

"Venedig im Schnee" am Theater an der Effingerstraße Bern, den Bühnen der Stadt Gera, dem Theater Schloss Maßbach
Gleich drei Premieren von Venedig im Schnee von Gilles Dyrek gibt es im...

Berlin-Premiere: "Weihnachten auf dem Balkon" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 3. Dezember war die Premiere von Weihnachten auf dem Balkon von Gilles...

UA "Broken German" von Tomer Gardi am Schauspiel Graz
Mitte November wurde Noam Brusilovskys Hörspielbearbeitung von Tomer Gardis...

"Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
"Die Farben weg, die Geräusche lauter. Die Uhren langsamer, dafür das Ticken...

SchreibenDenkenHören: "Der korallene Wald" von Ruth Johanna Benrath
Words don't come easy. Textproduktion ist oft ein hartes Ringen zwischen...

"Wartesaal" nach Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
Ein "leiser und konzentrierter Abend" (Nachtkritik): Stefan Pucher inszeniert...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am Schauspiel Frankfurt ist am 26.11. Fabrice Melquiots neues Stück Die...


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Bild von Jule StyneStyne, Jule

Jule Styne, am 31. Dezember 1905 in London geboren, kam im Alter von sieben Jahren nach Amerika. Als "Wunderkind" spielte der kaum Zehnjährige mit verschiedenen Sinfonieorchestern Klavierkonzerte von Mozart. Als Musicalkomponist hatte er indessen erst 1947 mit "High Button Shoes" am Broadway durchschlagenden Erfolg und setzte damit den Anfang für eine außergewöhnlich erfolgreiche Karriere, in der in Zusammenarbeit mit Librettisten wie Stephen Sondheim, Frank Loesser und Sammy Cahn Hit auf Hit folgten.

Insbesondere als Songschreiber zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Autoren Amerikas. Liza Minelli, Barbra Streisand, Frank Sinatra und Marilyn Monroe ("Diamonds Are A Girl’s Best Friends" aus Blondinen bevorzugt) waren seine Interpreten und verdanken Jule Styne zum Teil ihren Erfolg. Barbra Streisand erlebte ihren Durchbruch in Stynes "Funny Girl" (1964), Ethel Merman in Gypsy (1959) von Styne und Sondheim und Carol Channing in Blondinen bevorzugt (1949). 1972 hatte das Musical Sugar (Manche mögen's heiß), dessen Handlung auf dem Film "Some Like It Hot" (1959) basiert, in New York Premiere. Der Komponist starb am 20. September 1994 in New York an den Folgen einer Herzoperation.

 

Sugar (Manche mögen's heiß)

(Some Like It Hot)
Buch von Peter Stone
nach dem Film "Some Like It Hot" von Billy Wilder und I. A. L. Diamond, basierend auf einer Story von Robert Thoeren
Gesangstexte von Bob Merrill
Musik von Jule Styne
Deutsch von Peter Ensikat
6D, 10H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Reed I (Picc, Fl, [A.Fl], Klar, [S.Sax], A.Sax), Reed II (Picc, Fl, Klar, [S.Sax], A.Sax), Reed III ([Ob, E.H], Klar, T.Sax), Reed IV (Klar, B.Klar, [Fg], T.Sax, Bar.Sax), Hr, Trp I ([Flügel Hr]), II, III, Pos I, II, Schl I, II, Hrf, Git (Bj), [Kl (Cel)], Vl [I, II], Vc, Kb - [Alle Bühnenmusiken sind Teil des Orchesterparts]
UA: 09.04.1972, Majestic Theatre New York
DSE: 23.03.1989, Metropol-Theater Berlin

Sweet Sue, Chefin der "Society Syncopators" Girl-Band und Manager Bienstock haben Sorgen am Abend ihres letzten Auftritts in Chicago. Sie brauchen unbedingt zwei neue Musikerinnen, sonst platzt das nächste Engagement im Seminole-Ritz-Hotel von Miami. Joe und Jerry spielen zwar die gesuchten Instrumente, sind aber Männer und deshalb für Bienstock nur für einen Botengang zu gebrauchen. In Erfüllung dieser Aufgabe geraten die beiden zwischen die Fronten rivalisierender Gangsterbanden und stehen nun auf der Abschussliste des überlebenden Bandenchefs Spats Palazzo. Für Joe und Jerry ist guter Rat sehr teuer.

Kurz vor Abfahrt des Zuges nach Miami beruhigt Manager Bienstock die Leiterin der Band: Er hat die Musikerinnen per Telefon schon eingestellt. Alles wartet auf die beiden Neuen und auf die Ukulele-Spielerin Sugar. Da erscheinen die Saxophonistin Josephine und die Bassistin Daphne. Es sind Joe und Jerry, als Frauen verkleidet. Trotz ihres eigenartigen Aussehens werden sie engagiert und besteigen mit Sugar, einem Klasse-Mädchen, das Herz hat und immer an die falschen Kerle gerät, im letzten Moment den Zug. Dort lernt man sich schnell näher kennen. Aus den befreundeten Männern in Frauenkleidern werden sogleich Rivalen, die sich beide um die attraktive Sugar reißen. Fast erliegen Joe und Jerry der geballten Weiblichkeit und wollen schon ihr wahres Geschlecht preisgeben. Im letzten Moment bewahren sie sich vor neuer Arbeitslosigkeit und schweigen.

Auf der Veranda des Seminole-Ritz-Hotels sonnt sich Floridas angejahrter Geldadel, darunter Osgood Fielding, gerade zum x-ten Male geschieden und wieder zu neuen Schandtaten bereit. Sein Blick fällt auf Daphne, alias Jerry. "Sie" kann sich seiner massiven Annäherungsversuche nur erwehren, indem sie dem alten Herrn mit dem Bass auf den Kopf schlägt. Joe will Sugars Traum von einem jungen Millionär mit Brille und Yacht wahr machen. Mit den von Bienstock geklauten Kleidern verwandelt er sich in diesen Traummann und bringt Sugar dazu zu glauben, er sei "Junior" von Shell. Ihr Herz gewinnt er in Schallgeschwindigkeit. Jerry ertappt Joe bei dessen nahezu perfektem Täuschungsmanöver und ist ganz schön sauer auf den Freund. Er droht, ihn zu verpetzen, räumt jedoch das Feld, als Osgood auf der Bildfläche erscheint. Joe, nicht faul, arrangiert ein Abendessen für Jerry und Osgood, doch nicht auf dessen Yacht Neu-Caledonia. Die braucht er als "Junior" für sein eigenes Rendezvouz mit Sugar. Also verdonnert er Jerry dazu, mit dem alten Lustgreis den Abend am Strand zu verbringen.

Joe erzählt Sugar beim Dinner auf der Neu-Caledonia von seinem vermeintlichen Problem mit Frauen, einer Art seelischer Blockade, und bittet sie um Heilung. Sugar macht sich sofort an die Arbeit, mit Erfolg! Auch Jerry hat offensichtlich einen wundervollen Abend mit Osgood verbracht und überlegt allen Ernstes, seinen Heiratsantrag anzunehmen, weil es vielleicht seine letzte Chance sein könnte, einen Millionär zu heiraten. Ziemlich grob bringt Joe ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, ist aber zugleich schwer beeindruckt durch das Verlobungsgeschenk, ein funkelndes Brillantarmband. In dieses Gespräch platzt die glückliche Sugar. Joe allerdings kommen allmählich Zweifel, ob sein Spiel als "Junior" nicht doch zu weit und nur auf Sugars Kosten geht.

Doch bekommen die beiden Freunde andere Sorgen in dem Augenblick, als Spats Palazzo und seine Männer in Miami auftauchen, immer noch auf der Suche nach den Augenzeugen des Verbrechens in Chicago. Flucht ist das einzige, was übrigbleibt. Joe und Jerry gestehen Sugar ihre wahre Identität. Sie will trotzdem aus Liebe zu Joe bei ihnen bleiben und mit ihnen flüchten. Doch gnädigerweise greift das Schicksal in Form der Damentoilette ein. Spats Palazzo und ein Gangster stürmen das stille Örtchen, weil sie Jerry und Joe darin vermuten, und werden von den anderen Gangstern mit Maschinengewehren niedergemäht, als sie, verstört durch das Geschrei der anwesenden Damen, die Toilette wieder fluchtartig verlassen.

Auf der Neu-Caledonia sitzen Osgood, Jerry, Joe und Sugar. Osgood ist von der Heirat mit "Daphne" nicht abzubringen. Er schmettert alle Einwände Jerrys, auch dessen Bekenntnis, dass er ein Mann sei, mit der lapidaren Feststellung ab: Nobody´s perfekt - Niemand ist vollkommen!

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