19.10.9414

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DSE: "Gloria" am Residenztheater München
Amélie Niermeyer inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Branden...

Neu bei FBE: "Wälder im Frühling" von Eva Rottmann
Jen ist schwanger. Mit 17. Sex: Ja. Irgendwie. Und mit irgendwem. Nini plagt...

Neu bei FBE: "NASSER #7Leben" von Susanne Lipp
Auf Grundlage von Nasser El-Ahmads Leben erzählt Susanne Lipp eine ganz...

Rückblick: UA von Anja Hillings "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben"
Am 27. September brachte Friederike Heller am Nationaltheater Mannheim ein...

UA: "Die Textil-Trilogie" von Volker Schmidt am Staatstheater Nürnberg
Das Staatstheater Nürnberg bringt am 13. Oktober gleich 3 Stücke von Volker...

Wiederentdeckt: "Das heilige Experiment" am Theater Orchester Biel Solothurn
Katharina Rupp hat Fritz Hochwälders historisches Gesellschaftsdrama Das...

UA: "Rasputin" am Theater Hof
Inszeniert von Roland Hüve und unter musikalischen Leitung von Michael Falk...

Neu bei FBE: "Tom Sawyer" von John von Düffel
In John von Düffels Adaption des Klassikers von Mark Twain erzählt der...

DSE: Arne Lygres "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Am Wochenende eröffnete das Berliner Ensemble sein Kleines Haus mit der...

Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...


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Bild von Cole PorterPorter, Cole

Cole Porter, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showgeschäfts und neben Irving Berlin ungekrönter Herrscher des Broadway, wurde am 9. Juni 1891 in Peru, im amerikanischen Bundesstaat Indiana als Sohn eines reichen Plantagenbesitzers und Enkel eines ebenso begüterten Kohlemagnaten geboren. Als Erbe eines Millionenvermögens musste er zunächst Jura studieren, ehe er seiner Liebe zur Musik nachgab und ein entsprechendes Studium in Harvard aufnahm. Vom "Hobby" eines reichen Müßiggängers konnte dabei keine Rede sein. Porter erwies sich in jeder Beziehung als Profi.

Ehe er seine eigentliche Karriere begann, nahm er als Mitglied der französischen Fremdenlegion am 1. Weltkrieg teil. 1919 heiratete er die ebenfalls äußerst reiche Amerikanerin Linda Lee Thomas. Nach anfänglichen Misserfolgen eroberte er 1928 mit dem Musical "Paris" den Broadway. Es folgten die Musical-Erfolge Anything Goes (1934), "Jubilee" (mit dem Hit "Begin the beguine", 1935), "Around the World in Eighty Days" (1946), Kiss me, Kate (1948), Can-Can (1953) und Silk Stockings (Ninotschka) (1955). Viele davon wurden in ihrer Verfilmung geradezu legendär, Can-Can mit Maurice Chevalier, High Society mit Bing Crosby. Silk Stockings verhalf der jungen Hildegard Knef zu ihrem Durchbruch in Amerika.

Mehr als 500 Songs bezeugen über die Vielzahl der Musicals, Shows und Filme hinausgehend die künstlerische Vielseitigkeit und herausragende Produktivität Cole Porters. Nach einem Reitunfall und einer später erforderlichen Beinamputation zog sich der bis dahin immer im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehende Komponist aus der Öffentlichkeit zurück. Am 15. Oktober 1964 starb er an den Folgen einer Nierenentzündung.


Weitere Informationen zu Cole Porter

 

Out Of This World

Buch von Dwight Taylor und Reginald Lawrence
Musik und Gesangstexte von Cole Porter
Deutsch von Hartmut H. Forche und Mary Millane
3D, 4H, Nebendarsteller
Orchesterbesetzung: Reed I, II, III, IV, Hr, Trp, Pos I, II, Dr, Vl I, II, Vc, B
UA: 21.12.1950, New Century Theatre New York
DSE: 31.12.1986, Theater Pforzheim

Cole Porters Musical Out Of This World ist eine spritzige Broadway-Variante der antiken "Amphitryon"- Komödie von Plautus, zu der der Komponist eine seiner besten Partituren komponiert hat. Nicht nur der bekannteste Song aus dem Stück ist natürlich ein Welthit: "From This Moment On".

Als Jupiter mal wieder vom Olymp herab nach neuen Liebesabenteuern späht, entdeckt er Helen, die frisch angetraute Ehefrau des amerikanischen Journalisten Art O’Malley. Der ist gerade an einer Topstory für seine Zeitung dran und gemeinsam mit seiner Frau auf dem Weg nach Griechenland, um dort einen bekannten Gangster und Steuerflüchtling aus Chicago, Nikos Skolianos, aufzutreiben. Griechenland ist Jupiters Terrain: sofort schickt er seinen Sohn Merkur zur Erde, um Helen für ihn zu einer Liebesnacht zu entführen.

Merkur bringt das junge Paar zu einem schmierigen Hotel in der Nähe von Athen, das von Nikos Skolianos, als Gastwirt getarnt, gemeinsam mit seiner Nichte Chloe geführt wird. Art O’Malley erkennt den Gangster glücklicher Weise nicht, und so kann Merkur ihn für seine Pläne einspannen, denn irgendwie muss er den Ehemann von seiner Frau trennen. Skolianos verspricht O’Malley, ihn in den Bergen mit dem gesuchten Steuerflüchtling zusammenzubringen! In einer Höhle wartet O’Malley natürlich vergebens und tröstet sich mit dem mitgenommenen Wein. Jupiter nimmt die Gestalt O’Malleys an und verbringt mit Helen eine himmlische Nacht. Im Morgengrauen verlässt er sie, bevor der Gatte enttäuscht zurückkehrt.

In der Zwischenzeit hat Juno von den neuen Eskapaden ihres Göttergatten Wind bekommen und ist ihm auf der Spur, um ihm nach all den Ehejahrtausenden endlich das Handwerk zu legen. Doch dummerweise hält sie zunächst den Gangster Skolianos für ihren verkleideten Ehemann – mit allen daraus resultierenden Komplikationen.

Nachdem Art O’Malley zu seiner Frau zurückgekehrt ist, überschüttet Helen ihn in Erinnerung an das herrliche Liebeserlebnis mit Zärtlichkeiten und ist erstaunt, als er von nichts weiß. Ihre Verwirrung wird noch größer, als der verliebte Jupiter zurückkehrt, ihr alles gesteht und ihr Unsterblichkeit anbietet. Doch Helen bleibt auf dem Boden und bei ihrem Ehemann. Am Ende ist der wahre Gewinner Art O’Malley: Er hat seine Story, obendrein jetzt auch den Gangster Niki Skolianos, und er behält seine Frau. Helen bleibt die wunderschöne Erinnerung an den Gott. Leer geht einzig die ewig betrogene, enttäuschte Juno aus.

Dieses Werk liegt auch in folgender Fassung vor:

Out Of This World (Nicht von dieser Welt)
Neue deutsche Übersetzung von Wolfgang Adenberg