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Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
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Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
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Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Hwang, David Henry

David Henry Hwang wurde 1957 als Sohn eingewanderter Chinesen in den USA geboren. Er wuchs in Kalifornien auf udn besuchte die Stanford University sowie die Yale School of Drama. Seine Theaterstücke "F.O.B." (1980), "The Dance and the Railroad" (1981), "Familiy Devotions" (1981), "The House of Sleeping Beauties" (1983) und "The Sound of a Voice" (1983) wurden allesamt in New York an Joe Papp's Public Theatre augeführt. 1986 schrieb Hwang "Rich Relations" und 1987/88 zusammen mit dem Komponisten Philip Glass "1000 Airplanes on the Roof". Für seine Broadway-Produktion M. Butterfly (1987/88) erhielt Hwang neben anderen Auszeichnungen den Tony Award. M. Butterfly wurd 1989 auch am Shaftsbury Theare in London aufgeführt.

 

M. Butterfly

Deutsch von Jürgen Fischer
4D, 3H
UA: 20.03.1988, Eugene O'Neill Theatre New York
DSE: 26.01.1990, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

René Gallimard, in Diensten der französischen Botschaft, kommt 1964 mit seiner Frau in die chinesische Hauptstadt Peking. Bei einem Empfang für ausländische Diplomaten tritt Song Liling auf, eine Diva der Peking-Oper. Sie besticht als exotische Madame Butterfly; Gallimard ist bezaubert und verliebt sich in die Sängerin. Gallimard ist von seiner „Butterfly“ und seiner Rolle als gefährlicher fremdländischer Liebhaber hingerissen. Im Folgenden wird jedoch klar, dass Song ein Spion des chinesischen Geheimdienstes ist, welcher sich für militärische Informationen über die Amerikaner in Vietnam interessiert. Als Song Gallimard einen Sohn gebiert, weiß er noch nicht, dass dieser von der Kommunistischen Partei geliefert wird, um ihn später zu erpressen.

Die „Kulturrevolution“ geht auch an der Peking-Oper nicht spurlos vorüber: Kostüme und Masken werden verbrannt, Künstler gelten als Staatsfeinde. Auch Song wird in ein Umerziehungslager verfrachtet. Gallimard wird nach Frankreich zurückbeordert. Im Mai ’68 lebt er, mittlerweile getrennt von seiner Frau, in Paris, der Zeit in China sichtlich nachtrauernd. Auf den Straßen demonstrieren nun Studenten mit roten Fahnen und verteilen Mao-Bibeln. Eines Nachts steht plötzlich Song vor seiner Wohnungstür. Gallimard verspricht ihr, sie zu heiraten.

Als er einige Zeit später wegen Spionageverdachts verhaftet wird, zeigt sich, dass die chinesische Regierung ihn mit seinem vermeintlichen Sohn erpresst hat. Als Song dem Gericht vorgeführt wird - mit kurzem Haar und im Anzug - muss Gallimard feststellen, dass Song ein Mann ist.

Gallimard wandert ins Gefängnis, Song wird ausgewiesen. Vor den begeisterten Mitgefangenen inszeniert sich Gallimard als „Madame Butterfly“. Zum Schluss begeht er Harakiri und stirbt vor vollbesetzten Rängen.

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