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Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller

© Ralf Hiemisch

 

Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das heterogene Panorama einer Gesellschaft, die um Neuordnung und die Gestaltung einer neuen Republik ringt. Diese weltgeschichtlich so aufgeladene Zeit sind auch die letzten Monate im Leben von Rosa Luxemburg. Döblin nähert sich der Ikone der Arbeiterbewegung auf überraschende, ebenso komische wie nachdenkliche Weise.

Felicia Zeller nutzt den Duktus des Originaltextes für ihre Bühnenfassung, die echt Döblin und zugleich ureigen Zeller ist - voll "artifiziellem Reichtum und verbaler Finesse" (Volksstimme). Sie adaptiert die filmische Erzählweise des Romans, die Form der Montage und die journalistische, anti-psychologische Perspektive. Das Material spitzt sie dramaturgisch zu, verkneift sich dabei nicht den ein oder anderen zeitgenössischen Kommentar und behält gleichzeitig die Unübersichtlichkeit der Revolutionswirren bei.

Die Uraufführung in der Regie von Marie Bues war am 22. Februar 2019 am Theater Magdeburg in Koproduktion mit dem Theater Rampe, Stuttgart.

01.04.2019

Stücke zu dieser Nachricht:
Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei

Autoren zu dieser Nachricht:
Zeller, Felicia