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Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum

Szenenfoto © Jörg Brüggemann/Ostkreuz, Schauspielhaus Bochum

 

Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus Bochum mit einer Bearbeitung von Lion Feuchtwangers Roman Die Jüdin von Toledo. Koen Tachelets Bühnenfassung (Übersetzung: Uwe Dethier) ist ein "straffes Stück" (Die Zeit), das "unverkennbar aktuelle politische Bezüge" (Süddeutsche Zeitung) bereithält und "erschreckend nah an globalen Verwerfungen der Gegenwart herangerückt erscheint" (Die Tageszeitung). 

"Feuchtwanger erzählt von den Chancen einer Verständigung zwischen Christentum, Judentum und Islam und vom grausamen Ende einer Utopie: Im maurisch-islamischen Spanien gab es im 13. Jahrhundert eine Zeit friedlicher Koexistenz, die dann im Fanatismus der Kreuzzüge unterging." (Deutschlandfunk) 

"Die Fassung, die Koen Tachelet - gegenwärtig einer der ausgezeichneten Vertreter seiner Zunft - (...) hergestellt hat, beeindruckt durch ihre sorgsam konstruierte Spannungsbreite und einen sprachlichen Gestus der ruhigen Unmittelbarkeit. (...) Ein triumphaler Ensemble-Abend." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) 

"In der Adaptation von Lion Feuchtwangers Die Jüdin von Toledo wird das Mittelalter zum Spiegel, in dem beängstigend klar die Züge der Gegenwart aufscheinen." (Neue Zürcher Zeitung) 

"In dieser sehr heutigen Inszenierung eines historischen Stoffes zeigt Simons, wie äußerer Druck die Menschen in Selbstbehauptungszwänge stürzt, von denen sie nicht immer so genau wissen, warum sie ihnen eigentlich nachgeben." (Westfälische Rundschau)

01.12.2018

Stücke zu dieser Nachricht:
Die Jüdin von Toledo

Autoren zu dieser Nachricht:
Tachelet, Koen
Feuchtwanger, Lion