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GEH DICHT DICHTIG! Ein lautpoetischer Dialog
In GEH DICHT DICHTIG! tritt die Autorin Ruth Johanna Benrath in einen...

UA: "lauwarm" von Sergej Gößner am Jungen Schauspielhaus Hamburg
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UA: "Die Verlobung in St. Domingo" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April ist die Uraufführung von Die Verlobung in St. Domingo - Ein...

Neu: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller
Deutschland im Taumel der Novemberrevolution 1918. Döblin entwirft das...

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Neu bei FBE: "Penthesilea" in einer Fassung von Michael Thalheimer und Sibylle Baschung

Foto: Birgit Hupfeld

 

"Wir vernichten, was wir lieben", so brachte die Schriftstellerin Christa Wolf das Thema von Kleists Penthesilea auf den Punkt. Es ist eine kriegerische, auf Gewalt beruhende Welt, in der die Amazonenkönigin und der griechische Heerführer Achill wie zwei Gestirne aufeinanderprallen und an ihrer fatal entgrenzten Liebe zueinander schier verglühen.

Michael Thalheimer und Sibylle Baschung haben Kleists sprachliches, aber als fast unspielbar geltendes Meisterwerk auf 3 Darsteller reduziert und ermöglichen durch das geschickte Streichen, Umstellen und Neuzuordnen von Text nicht nur den Hauptfiguren, sondern auch dem Zuschauer eine neue Perspektive auf dieses kriegerisch-poetische Spiel um Macht und Liebe.

Zur Uraufführung am Schauspiel Frankfurt mit den beiden Hauptdarstellern Constanze Becker und Felix Rech am 4.12.2015 schrieb die nachtkritik: "Der unerträglichen Tragik, die den Figuren innewohnt, entkommen die Schauspieler, in dem sie die Perspektive wechseln, mal in der ersten und mal in der dritten Person sprechen, mal als sie selbst, mal aus anderer Perspektive. Dieser Abend ist Texttheater und Schauspielertheater pur. Er ist eine konzentrierte Wohltat. [...] Es ist ein klassischer Theaterabend. Man möchte wieder hinein gehen, um noch mehr von diesem antiquierten, wunderschönen Text zu verstehen und zu sehen, wie er sich einschreibt in die Münder und Körper dieser hingebungsvollen Schauspieler."
Die SZ bemerkte: "Thalheimers Verdichtung geht so faszinierend auf, weil sich drei überragende Schauspieler durch diese Gefühlsgewitter katapultieren und dabei den treibenden Rhythmus der Kleist-Verse nicht nur virtuos beherrschen, sondern in jedem Augenblick das Geschehen als reale, schreckliche Erfahrung beglaubigen und es nie nötig haben, feierlich zu tönen oder sich aufzublähen."

20.12.2015

Stücke zu dieser Nachricht:
Penthesilea

Autoren zu dieser Nachricht:
Kleist, Heinrich von
Baschung, Sibylle
Thalheimer, Michael