26.04.2019

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Bild von Scholem AlejchemAlejchem, Scholem

Der Autor Scholem Alejchem ist 1859 als Scholem Rabinowitsch in der Ukraine geboren. Er wählte den hebräischen Friedensgruß "Scholem Aljechem" – "Friede sei mit euch" – als Pseudonym. Er selbst verstand sich als jüdischer Aufklärer und entschied sich für Jiddisch als Sprache seiner Literatur. Er versuchte sich erfolglos als Verleger und Herausgeber. 1905 floh er vor Pogromen, verließ Russland, reiste lange Zeit durch Europa. Letztlich ließ er sich in Amerika nieder, wo er auf Einkünfte aus seinen Stücken und Stoffen an jiddischen Theatern hoffte. Dieser Hoffnung wurde nicht erfüllt. Er kehrte 1907 zurück. 1914 wanderte er dann ein zweites Mal aus. Am 13. Mai 1916 starb Scholem Alejchem in New York.

 

Tewje

Handlungsbalett nach der Erzählung von Scholem Alejchem
Konzeption und Choreografie von Richard Wherlock
Musik von Olivier Truan
5D, 6H, Ballettensemble
Orchesterbesetzung: Option 1: Sinfonieorchester mit Band
Option 2: Reduziertes Sinfonieorchester mit Band
Option 3: Kammerorchester mit Band
Option 4: Playback-Sinfonieorchester mit Band
Band = Kl, Klar, Kb, Pos, Schl
UA: 20.11.2015, Theater Basel

Beginnendes 20. Jahrhundert. Tewje, der Milchmann, lebt in dem kleinen ukrainischen Schtetl Anatevka, einem Ort, an dem alle Menschen unabhängig von Herkunft und Religion friedlich zusammenleben. Er ist sehr fromm, für ihn sind Glaube und Tradition der allgemeingültige Maßstab. Leider scheint ausgerechnet seine Frömmigkeit besonders häufig herausgefordert zu werden. Seine drei ältesten Töchter wollen nämlich bei der Partnerwahl nichts von traditioneller Heiratsvermittlung wissen. Die erste heiratet einen armen Schneider, die zweite einen revolutionären Anarchisten, die dritte verliebt sich in einen Christen. Tewjes Glaube wird endgültig auf die Probe gestellt, als die gesamte jüdische Bevölkerung aus Anatevka vertrieben wird.

Der Choreograf Richard Wherlock übersetzt in seinem abendfüllenden Ballett Tewje die Geschichte des Helden aus Scholem Alejchems jiddischer Erzählung, die als Musical "The Fiddler On the Roof" ("Anatevka") populär wurde, in die Sprache des Tanzes.
Wherlocks zeitgenössischer Tanzstil verbindet sich mit der ebenso beschwingt eingängigen wie bissig kontrastreichen Musik von Olivier Truan. Für Sinfonieorchester und Band komponierte er faszinierende, durch stilistische Offenheit geprägte Weltmusik, die jüdische Musiktraditionen, südeuropäische Folklore mit Jazzimprovisationen und Anleihen aus der abendländischen Klassik zu einem "Contemporary Klezmer" vereint.
"Im Zusammenspiel von Musik und Tanz entsteht hier eine Dringlichkeit, die auch vor dem Hintergrund heutiger Flüchtlingsdramen angemessen wirkt, ohne aufgesetzt zu erscheinen." (NZZ)